Tops & Flops / 08.2017

Meine Güte, wo ist bloß die Zeit geblieben? Jetzt haben wir schon September ... Und es wird Zeit, aus der Blogpause zurückzukehren. Eine Pause, die ich aus den unterschiedlichsten Gründen gebraucht habe (Einige davon waren vorab nicht mal absehbar).


Der August war auf die Summe der gelesenen Bücher bezogen fast so gut wie der Juli, es gab aber vieles, was ich mit drei Sternen bewertet habe. Also guter Durchschnitt, aber nicht herausragend. Welche Bücher es trotzdem geschafft haben, mich auf die eine oder andere Art zu berühren, verrate ich euch jetzt.

Ehrenhalber sei ein Buch vorab erwähnt, dass ich unter dem Gesichtspunkt der Frauenpower interessant genug fand, mir mittlerweile die Fortsetzung zu bestellen: "The House at Baker Street" von Michelle Birkby. Die Romane gibt es bis jetzt nur auf Englisch, aber es lohnt sich für alle Sherlock-Fans, die immer schon etwas mehr über die Frauen in Sherlocks Leben wissen wollten: Irene Adler, Mrs. Hudson und Mary Watson :).

Top des Monats: Gelesenes

Ich war mir ehrlich gestanden schon Ende des Monats ein wenig unschlüssig, welches Buch ich zu meinem Toptitel machen sollte. Mal stand das eine, mal das andere Buch im Vordergrund ... Schlussendlich habe ich mich für "Die Stunde der Lilie" von Sandra Regnier entschieden.


Wer mich kennt, weiß, dass die Impress-Bücher nicht unbedingt zu meinem Beuteschema gehören, aber dieser Titel weckte Erinnerungen ... Erinnerungen an eine Zeit, in der ich als Teenager die Angelique-Bücher von Anne Golon nahezu verschlungen habe. Zeitweise hatte ich das Gefühl, mit "Die Stunde der Lilie" genauso wie damals in der Zeit ins 17. Jahrhundert nach Frankreich zu reisen :).

In den Rezensionen wurde ja oft kritisiert, dass Regnier zu viele zum Teil real existierende Figuren zu schnell auf den Leser einprasseln lässt - für mich war es beim Lesen eher wie ein Nachhause-Kommen ("Ach ja, den gab es damals ja auch", "Der hatte diese Funktion", "Der hatte jene Funktion am Königshof"). Damit hat sich für mich nur bestätigt, dass sich Regnier wirklich sehr bei den Recherchen angestrengt hat, durch mein Vorwissen hatte ich es aber bestimmt einfacher beim Lesen als so manch anderer, der sich noch nie mit dem Sonnenkönig Ludwig XIV. beschäftigt hat ...

Top des Monats: Gehörtes

Im August habe ich endlich "Sherlock Holmes: The Definitive Collection" von Arthur Conan Doyle beendet. Diese Ausgabe ist eine Exklusivproduktion von Audible und wird von Stephen Fry gelesen. Der Schauspieler und Sprecher dürfte dem einen oder anderen vielleicht auch durch seine Harry Potter-Hörbücher bekannt sein. Da diese Ausgabe das Gesamtwerk der Romane und der Geschichten umfasst, habe ich insgesamt fast 72 Stunden Hörzeit gehabt.

Angefangen habe ich mit diesem Hörbuch, das in sechs Teile unterteilt wurde, eigentlich schon im Februar, habe aber zwischendurch eine längere Pause gemacht. Erst nach "Das Lied von Eis und Feuer" verspürte ich aber die notwendige Energie, um dieses Langzeit-Hörprojekt endlich zu beenden.


Wie auch immer: Fry erledigt seinen Job exzellent! Und auch wenn ich einige der Geschichten mittlerweile recht gut kenne, hat es trotzdem Spaß gemacht, sich ein weiteres Mal in die spätviktorianische Welt von Holmes und Watson hineinziehen zu lassen. Fry selbst outet sich dabei ebenfalls als Fan, denn zu jedem größeren Abschnitt gibt es eine Einführung, wo er etwas über das Werk und seinen Zugang dazu erzählt.

Flop des Monats

Auch auf die Gefahr hin, dass es schon langweilig wird: Es gab Gott sei Dank auch diesen Monat keinen echten Flop. Trotzdem haben letztendlich zwei Bücher um den Stempel "Mittelmaß" gerittert. Am Ende habe ich mich für das Buch entschieden, das seinen Weg aus einem öffentlichen Bücherschrank zu mir gefunden hat: "Happenstance - Zartes Erwachen" von Jamie McGuire.


Die Autorin ist New Adult-Fans durch ihre "Beautiful"-Reihe sehr bekannt, ich hatte allerdings noch nichts von ihr bisher gelesen. "Happenstance" konnte mich zumindest am Anfang noch fesseln, aber je mehr ich las, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte unnötig aufgebauscht und dramatisiert wurde. Auch mit den Charakteren wurde ich nicht immer warm, besonders die Nebenfiguren blieben an vielen Stellen zu blaß oder handelten sehr stereotyp.

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