26. MĂ€rz 2017

Leserunde Dan Vyleta - Smoke

Als mich ein Mail von Randomhouse bezĂŒglich "Smoke" von Dan Vyleta erreichte, konnte ich einfach nicht anders, ich musste meiner Neugier einfach nachgeben und um ein Rezensionsexemplar bitten. Der Klappentext hörte sich einfach zu verfĂŒhrerisch an :) ...

Aus diesem Grund gibt es hier bei mir eine kleine Leserunde - und wer das Buch ebenfalls zuhause liegen hat, ist herzlich eingeladen, sich beim gemeinsamen Lesen anzuschließen!

Dan Vyleta - Smoke

Klappentext:
Wie sĂ€he eine Welt aus, in der jede SĂŒnde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wĂ€re? Smoke entfĂŒhrt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, SchĂŒler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genĂŒgen. 

Doch dann finden sie – fast zufĂ€llig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs lĂ€ngst nicht fĂŒr alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen UmbrĂŒchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und dĂŒsterer Intrigen und rufen damit schon bald mĂ€chtige Feinde auf den Plan ...

Smoke ist ein sprachmĂ€chtiger, ĂŒberbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und LĂŒge, Gut und Böse beleuchtet.



Wie ich mir die Leserunde vorstelle

Das Buch ist in mehrere große Teile unterteilt, die ich als Orientierung verwendet habe, um das Buch in sechs Abschnitte aufzugliedern.

Abschnitt 1: ab Seite 9 "I Schule"
Abschnitt 2: ab Seite 106 "II Herrenhaus"
Abschnitt 3: ab Seite 207 "III Gemeine"
Abschnitt 4: ab Seite 305 "CĂ€sar"
Abschnitt 5: ab Seite 407 "Seemann"
Abschnitt 6: ab Seite 515 "IV Oben und unten"

Entsprechende Kommentare dazu sind unterhalb "angelegt". Zu jedem Abschnitt kann nach Lust und Laune kommentiert werden :).

53 Kommentare

  1. Abschnitt 1: ab Seite 9 "I Schule"

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    1. Wir lernen einmal die beiden Freunde Thomas und Charlie kennen, die recht unterschiedlich sind, sich aber gerade deswegen recht gut vertragen, kommt mir vor.

      Die Schule - puuuuh! Ich glaube, dort hÀtte ich in dem Alter wohl keine rechte Freude gehabt. Mit solchen Regeln ...

      Die Idee mit dem Rauch bzw. dem Russ finde ich faszinierend! Auch die Position des Lehrers fĂŒr Rauch und Moral - eine richtig coole Idee. London wird in Folge als verdorbene Stadt vorgestellt, wo Rauch und Russ niemals weichen ... Gerade in diesem Zusammenhang ist der Mann, der nicht raucht, sehr interessant.

      Und Was hat es mit der Lieferung von Beasley & Son auf sich? Was bewirken die geheimnisvollen Bonbons? Viele Fragen, bin mal gespannt, was da noch kommen wird!

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    2. Hey! Das Buch lese ich auch gerade!

      Ich fand den Einstieg ja ziemlich cool gemacht mit diesem Ritual, da merkt man gleich, um was es geht, und vor allem diese dĂŒstere AtmosphĂ€re, die herrscht.

      Die Idee mit dem Rauch fand ich auch sehr genial, deshalb hat mich die Geschichte auch interessiert. Ist ja alles eher ruhiger und ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt :)

      Thomas und Charlie - die mag ich beide jetzt schon, obwohl sie ja sehr verschieden sind.

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    3. Super, dass du auch dabei bist! Freue mich schon sehr auf deine Kommentare hier!!

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    4. Huhu :D
      gerade diese Leserunde bei der lieben Aleshanee entdeckt, und da ich das Buch auch gerade angefangen habe zu lesen dachte ich mir, dass ich mich mal anschließe hier ^^.

      Der Einstieg hat mir auch super gut gefallen. Die Idee mit dem Rauch und auch die Schule finde ich echt faszinierend. Auch wenn es fĂŒr die SchĂŒler sicher alles andere als angenehm ist mit den ganzen Regeln und den Strafen etc.
      Ganz besonders interessant finde ich auch, dass hier das Prinzip vom unschuldigen Kind umgekehrt wurde. Dass der Mensch also nicht unschuldig zur Welt kommt, sondern verdorben und sich eine gewisse Reinheit und das Gute erst mit der Zeit aneignet (oder eben auch nicht). Wirklich eine coole Idee. Auch die dĂŒstere Gesamtstimmung gefĂ€llt mir :). Auch unsere zwei Protagonisten Charlie und Thomas sind mir sympathisch.

      Jetzt bin ich natĂŒrlich gespannt, was es sowohl mit den mysteriösen Bonbon auf sich hat, als auch mit dem Mann, der nicht raucht. Und natĂŒrlich was Thomas und Charlie bei dem Baron erleben.

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    5. Gerade das Prinzip, dass gerade die Kinder "mit Rauch" geboren werden hat mich doch etwas stutzig gemacht ... da bin ich sehr auf die ErklÀrungen gespannt - die hoffentlich auch kommen werden.
      Denn als Neugeborenes, was hat man denn da schon? Also zumindest nichts böses im Sinn. Eigentlich möchte man ja nur, dass die eigenen BedĂŒrfnisse nach Hunger, Durst und NĂ€he gestillt werden.
      Aber mal abwarten :)

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    6. @Aleshanee: Ja, ging mir auch so, dass ich stutzig geworden bin, denn du hast natĂŒrlich völlig Recht. Aber ich hoffe einfach mal, dass der Autor das sinnvoll erklĂ€ren kann. Die Idee hat auf jeden Fall Potenzial und ich finde es wirklich interessant zu erfahren, was der Autor damit noch anfangen wird. Gerade weil es so komisch ist und irgendwie auf den ersten Blick keinen Sinn zu machen scheint, finde ich es spannend, wie er das in einen logischen Kontext bringen will :). Warten wir mal ab und hoffen, dass das auch gut umgesetzt wird :).

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    7. Die Idee der schuldigen Kinder fand ich auch sehr spannend ... Eigentlich das Extrem zu "Der Mensch muss sich das Himmelreich durch gute Taten verdienen", so wie es die Kirche immer propagiert hat.

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    8. Hallo zusammen!
      Die Idee mit dem Rauch finde ich genial! Es ist mal wieder was ganz anderes und Innovatives.
      Auch ich finde die Idee spannend, dass die Kinder bis zu einem gewissen Alter (12?) quasi dauerrauchen und im Falle ihres Todes, in die Hölle kommen. Das drĂŒckt ja die ErbsĂŒnde im Christentum aus. Deshalb werden ja Babys getauft, um sie von dieser reinzuwaschen.

      Julius ist mir sofort unsympathisch und hat es auf Thomas abgesehen. Er weiß viel ĂŒber ihn und verwendet das Wissen gegen ihn. Mit diesem Charakter kann er aber eigentlich nicht wirklich rein sein. Das wĂŒrde ja der Theorie widersprechen, dass der Rauch die SĂŒnde und das Böse sichtbar macht. Bin gespannt, wie es mit ihm und Thomas weitergeht. Vor allem, da bei der Hemduntersuchung herauskam, dass beide geraucht haben und beide irgendwie einen sehr "bösen" Ruß aufweisen. Das passt zu meinem ersten Eindruck von Julius.

      Die Bonbons und die Reaktion des KleinwarenhÀndlers interessieren mich auch sehr!

      Bisher insgesamt ein gelungener Einstieg ins Buch, eine kreative Idee mit entwicklungsfÀhigen und sypathischen Protagonisten.

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    9. Ach ja, die Reise nach London ist auch ein interessantes Setting! London, der Ruß-Tiegel, die Verschmelzung der SĂŒnden, so schwarz, klebrig und verrĂŒckt. Was die SchĂŒler unter da zu sehen bekommen, ist so dĂŒster, dass es mich sogar wĂ€hrend des Lesens schĂŒttelte. Die Hinrichtung ist sehr makaber, vor allem das, was Thomas beobachtet hat. Dieses Sammeln des Rußes der Mörderin ist schon seltsam. Bin gespannt, wofĂŒr das sein soll. Und der Gegensatz dazu, der Mann, der nicht raucht (und das in London!) und mit dem schiefen Hals, wie Charlie ihn beschreibt. Interessant, dass Charlie "das Gute" sieht wĂ€hrend Thomas "das Böse" vernimmt.

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    10. Hallo, ich fand den Anfang wirklich sehr spannend. Gut hat mir das vorangestellte Zitat von Charles Dickens zum Rauch gefallen, ziemlich wahrscheinlich dass der Autor davon inspiriert wurde.

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  2. Abschnitt 2: ab Seite 106 "II Herrenhaus"

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    1. Damit hatte ich jetzt ĂŒberhaupt nicht gerechnet ... ich mag das ja bei BĂŒchern, bei denen die Handlung so völlig unvorhergesehen ist!
      Bei vielen weiß man ja ungefĂ€hr, in welche Richtung es gehen wird, aber diese HAndlung ist komplett neu und ĂŒberraschend!
      Es geht ja recht langsam weiter vom Tempo her, trotzdem passiert immer wieder etwas, ein Detail, eine neue Figur - sehr schön gemacht!
      Die Lady ist ja mal abgefahren *lach* Ich bin sehr gespannt, wie das in dieser Richtung noch weitegeht.
      Ihre Tochter dagegen, naja, mal schauen. Sie ist mir nicht gerade sympathisch, aber ich denke, da steckt noch viel mehr dahinter.

      Das mit dem Rauch ist ja extrem prÀsent. So ein Leben stelle ich mir unglaublich schwierig und "beschnitten" vor. Das einzige irgendwie, das Bedeutung hat, ist der Rauch bzw. dass man nicht raucht.
      Dass das ganze irgendwann seinen Anfang nahm und vor allem wie - ich hoffe ja sehr auf eine sehr sehr coole Idee dahinter. In einigen Rezis hab ich gelesen, dass sie die Auflösung am Ende gar nicht gut fanden. Hoffentlich gehts mir da anders :)

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    2. Charlie und Thomas auf dem Weg zu den Naylors. Dabei musste ich lachen, als die Sache mit diesem Wanderzirkus kam und die beiden bemerken, dass so eine Wandergruppe sich stÀndig selbst infiziert und Charlie meint, dass es ein kleines Wander-London ist. Die Idee finde ich gut!

      Livia ist ein seltsames MĂ€dchen. Weiß noch nicht genau, was ich von ihr halten soll. Warum ist sie so, wie sie ist? Woher genau rĂŒhrt ihre Steifheit? Kann es nur die Angst sein, so zu werden, wie ihr Vater?

      Das Geheimnis der Bonbons wird gelĂŒftet und nun ist klar, warum Julius nicht raucht! Wusste ich´s doch, dass er ein falscher Fuffziger ist!

      Eine gelungene Wendung, dass Baron Naylor krank vor sich hinraucht und aus der Öffentlichkeit verschwunden ist, dafĂŒr aber seine Frau alles in die Hand genommen hat. Das gefĂ€llt mir! Sie scheint auch irgendwie verrĂŒckt zu sein, kann sie aber noch nicht richtig fassen. Ich bin gespannt, was es mit der Sache auf sich hat, dass es mal eine Zeit vor dem Rauch gibt.

      Dass Julius der Erstgeborene Sohn der Lady ist und somit Livias Halbbruder hat mich im ersten Moment ĂŒberrascht. HĂ€tte mir aber klar sein können, wo ich mich doch am Anfang gewundert hatte, warum sich Julius gegenĂŒber Thomas so extrem feindlich verhĂ€lt. Julius Hang zur Gewalt ist besorgniserregend.

      Was hat es mit dem MĂ€dchen auf dem Bild zu tun und mit der Entdeckung, dass Renfrew ein SchĂŒler vom Baron Naylor ist? Ich hoffe, dass ich auf diese Fragen gute Antworten bekomme, da es sich anscheinend um SchlĂŒsselstellen handelt.

      Und jetzt wird´s mit dem Überfall auf die Kutsche, wĂ€hrend Thomas' und Charlies Flucht, richtig spannend! Ich jedenfalls bin tief in die Geschichte eingetaucht!

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    3. @Aleshanee
      Ich habe mir zu dem Buch noch ĂŒberhaupt keine Rezis und Bewertungen durchgelesen. Bin ĂŒberrascht, dass du sagst, dass viele das Ende nicht mochten. Jetzt bin ich ja noch gespannter auf das Ende und hoffe, dass der Autor es nicht vergeigt. Ich find´s so schlimm, wenn das Buch mich bis zum Ende mitgerissen hat und das Ende dann voll der Reinfall ist! :-(

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    4. Ich kanns mir eigentlich nicht vorstellen - so wie es weitergeht scheint es schon gut durchdacht zu sein ....
      So richtig durchgelesen nicht, aber so die ein oder andere Meinung ĂŒberflogen. Mich macht das ja immer noch neugieriger und irgendwie will ich jetzt unbedingt, dass der SChluss ĂŒberzeugend ist :D

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    5. In diesem Abschnitt fand ich ja definitiv den Aspekt am faszinierendsten, dass gezielt die Geschichte manipuliert wurde, um vorzugaukeln, dass es den Rauch schon immer gegeben hat ... Die alten GemĂ€lde und BĂŒcher - und dann gab es eine extrem lange Schaffenspause? Hallelujah, das hat meine Neugier ja sowas von angestachelt ...

      Was es mit den Bonbons auf sich hat, wissen wir jetzt ja einmal. Praktisch eigentlich! Und es erklĂ€rt schon einmal, wie Julius es in der Schule geschafft hat, relativ rauchfrei zu bleiben ... Ist doch immer irgendwie das gleiche, dass Menschen eine Möglichkeit finden, zu lĂŒgen und zu betrĂŒgen - selbst beim Rauch :D.

      Apropos Julius: Der scheint wirklich zum Gegner der Jungs zu werden ... Alleine diese Boxszene - puuuuh.

      Was die Meinungen angeht: Die habe ich auch schon auf Englisch auf GR gefunden - das Buch polarisiert offensichtlich wirklich sehr, sehr stark. Das ist aber auch etwas, was mich in der Regel durchaus neugierig macht, bei solchen Dingen merkt man dann immer, wie unterschiedlich Menschen ein- und dasselbe Buch wahrnehmen :).

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    6. Also was mich nach diesem Abschnitt sehr beschĂ€ftigt ist die Frage: wann und wieso ist das mit dem Rauch denn plötzlich aufgetreten? Wenn sowohl in der "original" Bibel, als auch in den kleinen historischen Hinweisen nichts vom Rauch erwĂ€hnt wurde, dann eine Schaffenspause eingelegt wurde und anschließend alles nur noch vom Rauch beherrscht wurde, historische Fakten und sogar die Bibel entsprechend umgeschrieben wurden... wirklich spannend.

      Das mit dem Ende bzw. die vielen kritischen Stimmen zu dem Buch ist mir auch aufgefallen. Das Buch hat allgemein eher schlechte Bewertungen, sei es auf Goodreads oder Lovelybooks. Ist mir allerdings auch erst aufgefallen, als ich das Buch schon hier hatte xD. Ich wollte es nĂ€mlich unbedingt lesen, weil sich die Story so spannend anhörte und nicht aufgrund irgendwelcher Empfehlungen oder Kritik... Und bisher hat es mich nicht enttĂ€uscht :). Ich hoffe, das Ende kann zumindest uns ĂŒberzeugen.

      Auch ich bin jetzt total eingenommen von der Geschichte. Und auch ich habe mit einigen Wendungen nicht gerechnet, bin aber insgesamt bisher ziemlich angetan. Julius und Thomas sind verwandt? Autsch. Aber es erklĂ€rt in der Tat so einiges. Und Julius wird noch zum Problem, könnte ich mir vorstellen. Der ruht sich aus auf seinen Errungenschaften in Form von Zigaretten und Bonbons fĂŒr deren Herstellung/Beschaffung ja scheinbar seine Familie zustĂ€ndig ist, also hat er ja unbegrenzten Zugang dazu. Ich habe das GefĂŒhl, das wird ihn nur noch aggressiver, fanatischer und brutaler machen.
      Aber Lady Naylor mochte ich. Und Livia ist vielleicht nicht die sympathischste Person, aber ich glaube sie ist unseren beiden Helden recht zugetan und ich denke nicht, dass man von ihr etwas schlechtes erwarten kann.

      Die Szene zum Schluss mit dem Überfall fand ich wirklich krass und ich bin jetzt gespannt, wie die zwei aus der Situation heil wieder rauskommen.

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    7. @Ascari: Und man sieht mal wieder, wie die Oberschicht sich durch ihr Geld (und damit die Möglichkeit, sich die Bonbons zu kaufen) ĂŒber die kleinen Leute erhebt ... wie immer manipulativ und heuchlerisch

      Ja, dass das Buch polarisiert kann ich verstehen. Ich kann gut nachvollziehen, dass manche es z. B. als langatmig empfinden. Mit dem ruhigen Tempo kommt einfach nicht jeder klar, und wenn man den Schreibstil nicht mag, kann das sehr langweilig sein. Wie gut, dass es mir so gut gefÀllt xD

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  3. Abschnitt 3: ab Seite 207 "III Gemeine

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    1. Livia wollte sich von Charlie verabschieden und hÀngt jetzt in der Sache mit drin. Dass sie das durchzieht und mit Thomas und Charlie fliegt hÀtte ich ihr nicht zugetraut.

      Das Versteck unter Tage finde ich gut. Und wieder hat mich Dan Vyleta ĂŒberrascht, als er Lizzy nochmals auftauchen ließ. ;-) Die Arme, hat sich in Thomas verguckt. Aber immerhin steht sie auf der Seite der kleinen Gruppe, wo doch ihre Abneigung Livia gegenĂŒber so groß war, die sie fĂ€lschlicherweise des Diebstahls bezichtigt hat, wo sie doch nur ein Weihnachtsgeschenk fĂŒr Thomas unter dem Baum legen wollte. Das fand ich sehr sĂŒĂŸ von ihr.

      Das RĂ€tsel um das MĂ€dchen wird gelĂŒftet und ich hoffe immer noch auf eine gute Auflösung bzgl. des Rauchs. Wieso hat sich das MĂ€dchen in so kurzer Zeit mit dem Rauch angesteckt? Gibt es doch eine "Heilung" dafĂŒr?

      Ich kann mich nicht erwehren, aber ich ahne böses, wenn ich an die Milch denke, die Charlie von Renfrew ĂŒberreicht bekommt. Er ist nicht ganz richtig im Kopf. Seine arme NIchte! Was das kleine MĂ€dchen ertragen muss, ist wirklich furchtbar schrecklich! Er hat sie einfach als sein persönliches Versuchskaninchen vereinnahmt. Sie kann sich nicht wehren und hat auch keine anderen FĂŒrsprecher mehr.

      Wie geht es wohl Thomas und Livia in London?

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    2. Livia mag ich irgendwie mittlerweile. Auch sie war ja im Prinzip nur eine Gefangene, wie alle, die in so einer Gesellschaft leben mĂŒssen. Wo alles bestimmt ist von dieser einen Sache, die alle spaltet.
      Sie ist jetzt kein großer SympathietrĂ€ger, aber sie entwickelt sich und ich hoffe, da gibts noch weitere große VerĂ€nderungen

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    3. Dieser Abschnitt ist ja ganz schön spannend ... Erst der Überfall, dann das Verstecken bei den Bauern bzw. bei den Bergleuten. Dass diese Zeit unter Tage Livia verĂ€ndert, kann ich mir gut vorstellen. Sie kommt endlich mal aus ihrem Kokon ihrer Welt raus und lernt eine andere Welt kennen. Lizzy hat mich auch ĂŒberrascht, da sieht man wieder einmal, dass die Dinge nicht so sein mĂŒssen, wie sie aussehen ...

      Was Renfrew Charlie erzĂ€hlt, fand ich auch extrem aufschlussreich! Ein Volk, das wahrscheinlich den Eskimos entsprechen dĂŒrfte, konnte rauchfrei leben? Und wer das MĂ€dchen auf dem Bild ist, wissen wir damit nun auch. Dass der Rauch ansteckend wirkt, war schon mein Eindruck, als die Jungs den Ausflug nach London gemacht haben ...

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    4. Diese weit entlegenen Völker, die teilweise "rauchfrei" sind, find ich auch total interessant. Das zeigt ja, dass es irgendeine Ursache oder vielleicht sogar einen Vorsatz fĂŒr diese Rauchentwicklung gab!

      Diese Ansteckung mit dem Rauch - da hab ich irgendwie vor Augen, dass es eher eine Stimmung ist, eine AtmosphĂ€re, mit der man sich "ansteckt". Das merken ja wir auch, wenn man einen Raum betritt, in dem eine ausgelassene Stimmung herrscht, bei der man sich mitreißen lĂ€sst, oder auch umgekehrt eine ganz schlechte Stimmung, von der man sich runterziehen lĂ€sst.
      Dieses Tugendhafte - irgendwie schon sehr strange. Denn das rein Gute gibts einfach nicht ohne das Gegengewicht ;)

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    5. Ah spannend, so langsam kommen wir auf eine FÀhrte hin zur Auflösung. Hoffentlich wird das nicht enttÀuschend, denn bisher gefÀllt es mir echt richtig gut. Gerade auch, was Charlie jetzt von Renfrew erfahren hat, ist sehr interessant. Der "Rauch" als eine Art Virus oder so zu sehen, mit dem man sich ansteckt... Aber was löst das ganze aus? Wie steckt man sich an? Ich finde deine Idee Aleshanee mit der Stimmung auch sehr gut! Das kann man sich jedenfalls gut vorstellen :).

      Was ich ein wenig befremdlich fand, war eine Szene bei den Mosleys zwischen Livia und Charlie... ich meine, er hat ihr da draußen vor der TĂŒr gesagt, dass er sie gerne kĂŒssen wĂŒrde... und sie erwidert mal einfach gar nichts darauf sondern geht rein und legt sich schlafen? HĂ€ xD... Ist das noch jemandem aufgefallen, oder habe ich da was durcheinander gebracht?

      Und ja, ich glaube auch, dass Renfrew mit der Milch was angestellt hat um an Informationen zu kommen. Vielleicht sowas wie ein Wahrheitsserum beigemischt oder so... Zuzutrauen ist es ihm ja. Wer sowas mit seiner Nichte macht... furchtbar.

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    6. Das mit Charlie und Livia hab ich jetzt nicht mehr genau im Kopf, wie das abgelaufen ist - aber so ein Verhalten passt doch zu ihr xD

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  4. Abschnitt 4: ab Seite 305 "CĂ€sar"

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    1. Also dieser Renfrew ist schon ein großer Kotzbrocken ... ich hatte zwischendurch ja mal gedacht, dass da noch was anderes dahintersteckt, aber dass es sowas ist! Das mit seiner Nichte ist wirklich schlimm und ich bin froh, dass sie da raus gekommen ist!

      Julius ist aber auch nicht ohne - so ein Widerling von vorne bis hinten!
      Der Rauch - ich denke nicht, dass er "böse" ist - muss aber verschiedene Facetten haben. Diese Maske, die Julius aufzieht, und die ihn einen Vollschuß Rauch gibt, ist ja ziemlich heftig. Auch diese "Lasterhaftigkeit" in London. Aber das entwickelt sich ja automatisch so. Arbeiterklasse, keine Chance auf irgendwas, Hunger, und die "Obrigkeit" vor Augen mit ihrer buchstĂ€blich reinen Weste.

      Dieser Grendel ist natĂŒrlich auch interessant. Warum raucht er nicht? Ist er wirklich einfach nur so schwachsinnig, dass er keinen bösen Gedanken haben kann, eine "reine" Seele?
      Das mit den Bonbons und Zigaretten ist ja auch noch so eine Sache, und wo der Rauch ĂŒberhaupt herkam vor 200 (?) Jahren.

      Übrigens find ich den Schreibstil super schön zu lesen, auch wenns langsam vorangeht hab ich keinen Moment das GefĂŒhl, mich zu langweilen :)

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    2. In diesem Abschnitt hab ich jetzt das erste Mal ein GefĂŒhl dafĂŒr bekommen, was manche Leute mit "Sie drehen durch" gemeint haben ...

      Erst Renfrew, der seine Nichte so maltrĂ€tiert, dann Charlie und sich selbst zu foltern versucht (Das hat sich mir so gar nicht erschlossen, warum er selbst sich dasselbe zufĂŒgt), um Informationen ĂŒber die Naylors zu bekommen und dann Julius, der sich wie ein Bluthund an Charlies Fersen heftet.

      Immerhin schaffen es Livia und Thomas nach London und finden Charlies Engel (Ob das wohl eine Anspielung des Autors darstellt?). Bei dem Namen Grendel wurde ich auch sofort hellhörig, schĂ€tze das hat sicher fĂŒr den Autor eine Bedeutung gehabt, ihm den Namen eines Monsters zu geben, ihn aber gerade deswegen als "Nichtraucher" zu schildern.

      Ein klein wenig hat mich dieser Abschnitt deprimiert, muss ich gestehen. Auch wenn es vergleichbare Grausamkeiten und HĂ€sslichkeiten schon gab - das London in dieser Welt muss wirklich schrecklich sein ...

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    3. Grendel finde ich wirklich sehr faszinierend. So einfĂ€ltig wie er beschrieben wird, kommt er mir auch gar nicht vor. Aber er wirkt geheimnisvoll und irgendwie weiß ich nicht, was ich von ihm halten soll. Und die Frage warum er nicht raucht, ist natĂŒrlich auch nach wie vor spannend. Allerdings musste ich erstmal ĂŒberlegen, woher ich den Namen Grendel kenne, hatte das gar nicht auf dem Schirm. Bin mal gespannt, ob das irgendeinen Zusammenhang hat. (Die Anspielung Charlies Engel fand ich auch witzig xDD)

      Ich bin froh, dass Charlie und das MĂ€del entkommen konnten. Ich teile eure Meinung total. Renfrew ist ein fĂŒrchterlicher Mensch. So fanatisch, dass er Charlies Folter sogar an sich selbst durchfĂŒhrt. Wer schon mal versehentlich Salzwasser getrunken hat weiß, wie grauenvoll das ist >_<'. Ich habe richtig mitgelitten.

      Und was sollen eigentlich plötzlich diese Andeutungen zwischen Thomas und Livia? Das gefÀllt mir ja irgendwie gar nicht muss ich sagen...

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    4. Das Kapitel mit Julius, der so abdreht und den beiden Wanderern (so nenne ich sie mal) die Geschichte erzÀhlt, hat mir echt GÀnsehaut bereitet. Der ist echt irre! WÀhrend des Lesens wusste ich schon, dass man diese Geschichte nicht ohne Folgen hören kann. Das tat mir dann echt leid.

      Dieser Abschnitt kann wirklich mit "verrĂŒckt" betitelt werden. Ja, auch Renfrew und seine arme Nichte, gehören eindeutig in diese Kategorie. Ich war auch sehr froh, dass Vyleta wenigsten Mitleid fĂŒr das kleine MĂ€dchen empfunden hatte und sich verschonte.

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  5. Abschnitt 5: ab Seite 407 "Seemann"

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    1. Thomas, Charlie und Livia treffen in London beim rauchfreien Grendel wieder aufeinander. Wer ist das geheimnisvolle Kind, das Lady Naylor und Sebastian Ashton auf einem Schiff ins Land schmuggeln? Warum wollen sie es infizieren? Und was hat es mit den VerÀnderungen in der Kanalisation auf dich?

      Der Rauch wird also in der menschlichen Leber produziert, Lady Naylor war seinerzeit ein Versuchskaninchen ihres Mannes.

      DarĂŒber hinaus muss ich leider sagen, dass mein VerstĂ€ndnis fĂŒr die negativen Meinungen langsam, aber sicher ansteigt. Ich kann jetzt nicht mal so gut begrĂŒnden warum, aber ich bekomme langsam, aber sicher das GefĂŒhl, dass die Geschichte immer merkwĂŒrdiger wird. Worauf will der Autor eigentlich hinaus? Wo steuert die Geschichte hin?

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    2. Okay, jetzt wissen wir also zumindest, wo im Körper der Rauch entsteht. Und einfach nur grausam, dass die Lady und Mr. Ashton dieses Kind entfĂŒhrt haben... das tut mir so leid.

      Was den Rest betrifft, schließe ich mich ein bisschen Ascaris GefĂŒhl an. Mir gefĂ€llt nicht, wie sich das alles so entwickelt, besonders auf die Charaktere bezogen. Die sind es in meinen Augen, die immer merkwĂŒrdiger werden. Und mir gefĂ€llt dieses Dreiecks-Ding zwischen Livia, Charlie und Thomas leider ĂŒberhaupt nicht. Ich finde es total unnötig. So langsam dĂŒrfte sich auch wirklich mehr offenbaren was die Auflösung betrifft. Naja, ich bin mal gespannt wie sich das Ende nun letztendlich sein wird. Ich werde es heute Abend auf jeden Fall noch zu Ende lesen.

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    3. Ja, auch ich bin endlich durch mit dem Buch und möchte hier meine Gedanken niederschreiben und lesen, was euch so durch den Kopf gegangen ist.

      Ab hier verliert der Autor seine Geschichte. Er hat sich in seiner Idee verzettelt. Das war mein GefĂŒhl. Die EinfĂŒhrung Grendels hat irgendwie keinen Mehrwert. Warum er nicht raucht ist zwar interessant, aber was ist nun damit? Er kann es nicht fĂŒr sich nutzen und es bringt die Geschichte in keiner Hinsischt voran.

      Dazu diese Dreiecksgeschichte. Ja, auch die ist mir aufgestoßen, obwohl eigentlich gar nichts passiert. Und das nervt mich am meisten! Dieses Bienchen-BlĂŒmchen-Verhalten von zarten Gedanken und BerĂŒhrungen, von denen nun so plötzlich eine Liebe entstanden sein soll... Nee, das ist mir eindeutig zu oberflĂ€chlich. Und das alles in einer vollgerauchten und vollgerußten Welt, in der schlimmen Stadt London, in der man sich dem Rauch der anderen gar nicht entziehen kann! Da sollte man meinen, dass die beiden dann in ihrer Liebe versumpfen anstatt sich nur anzusehen, oder?

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  6. Abschnitt 6: ab Seite 515 "IV Oben und unten"

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    1. Hmmm ... Der letzte Abschnitt steuert zĂŒgig zum Ende zu. Nur was schreibe ich jetzt, ohne zu viel zu spoilern? Es ist auf jeden Fall ein Ende, was man so in der Form wahrscheinlich nicht erwartet.

      Das finde ich jetzt nicht mal so schlimm, jedoch kann ich das Verhalten der Hauptfiguren hier wie so viele andere auch nicht mehr nachvollziehen ... SchĂ€tze, ehe ich mein abschließendes Fazit schreibe, muss ich die Geschichte erst mal sacken lassen.

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    2. Pfff... ich habs ja gestern Abend noch beendet und selbst jetzt, nachdem ja ein bisschen Zeit vergangen ist, weiß ich ĂŒberhaupt nicht was ich dazu sagen soll... Das ging wirklich sehr zĂŒgig gegen Ende und irgendwie fĂŒhle ich mich aber ein bisschen unbefriedigt. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass mich ja schon vor geraumer Zeit dieses Dreiecksding zwischen den Protagonisten genervt hat oder doch eher daran, dass mir meine Fragen nicht zu meiner vollen Zufriedenheit beantwortet wurden... Hat irgendjemand verstanden, wo der Rauch nun seinen Ursprung hatte? Wieso es den plötzlich gibt? Entweder ich habe diese Stelle ĂŒberlesen oder es wurde tatsĂ€chlich nicht aufgeklĂ€rt...

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    3. Ich hab das auch nicht herausgefunden, woher der Rauch stammt ... Wobei ich jetzt kein Problem hab, wenn nicht alle Fragen nicht beantwortet werden, aber diese Antwort hÀtte ich wirklich gerne bekommen - gerade weil der Rauch ja so faszinierend dargestellt wurde.

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    4. Ich finde auch, diese Antwort hĂ€tte uns der Autor liefern sollen! Es hat die Tatsache so bedeutend in die Geschichte eingeflochten und die Frage gestellt, dass sie eine Antwort verdient hĂ€tte. Ich wiederhole mich ungern, aber ich glaube wirklich, dass die Idee mit dem Rauch, dem Autor zu groß wurde und er nicht mehr wusste, in welche Richtung genau er gehen möchte. Die Idee hatte auch großes Potential, konnte vielfĂ€ltig weiter entwickelt werden. Und genau darin hat er sich dann verlaufen, hat einfach umgeschwenkt.
      Ich habe lange ĂŒber das Ende nachgedacht, aber ich glaube, ich habe irgend etwas wichtiges ĂŒberlesen oder nicht verstanden.
      Hat Livia dann noch tatsĂ€chlich das ausgefĂŒhrt, was ihre Mutter eigentlich machen wollte und dann nicht mehr konnte? Was war eigentlich mit der Mutter? Die war doch nur verletzt, oder? Entweder habe ich einiges am Ende verdrĂ€ngt oder stand es wirklich nicht da? (Bin nicht zu Hause und hab das Buch jetzt auch nicht zur Hand, um nachzuschauen. Also bitte, seht es mir jetzt nach!. ;-))

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  7. Antworten
    1. Ich hab jetzt fĂŒr die letzten beiden Abschnitte leider nichts mehr extra schreiben können, ich war dann zu schnell durch und habs ehrlich gesagt einfach vergessen ...
      Jedenfalls fand ich es extrem spannend!

      -------- hier erst lesen wenn ihr auch schon fertig seid!!! Spoiler!!! -------




      Wie es andere Leser empfinden, also den Schluss, dass es zu sehr abdriftet, fand ich eigentlich nicht. Ich denke, das hat ganz gut gepasst, auch das der Schluss, bzw. wie es weitergeht, offen gelassen wurde. Der Autor wollte ja etwas bestimmtes vermitteln und das ist ihm gelungen!

      Gerade mit der Figur von Grendel, der nicht raucht, der aber auch ... ja, wie soll ich es nennen, gefĂŒhlstechnisch zurĂŒckgeblieben ist. Was hat man vom Leben ohne GefĂŒhle? Ohne Leidenschaft. Das stĂ€ndige Bremsen und AbwĂ€gen usw. NatĂŒrlich heißt das nicht, dass ich alles tun darf, wonach mir gerade ist, aber man sollte eben doch öfters auf sein Herz hören und nicht immer nur auf den "Verstand", wie er einem von klein auf eingeblĂ€ut wird.

      Deshalb rauchen auch die Kinder, denn sie sind impulsiv und handeln nach ihrem BauchgefĂŒhl. Was wĂ€re das fĂŒr ein Leben, das Grendel fĂŒhlt: ohne wirkliche Liebe zu empfinden, ohne ĂŒberhaupt diese ganzen Empfindungen, die wir haben. Es gibt eben immer zwei Seiten - Liebe, Hass, Freude, Trauer, GlĂŒck und Wut. Genau das macht ja das Menschsein aus.

      Und sie alle können es nicht unterdrĂŒcken, denn die gute Obrigkeit hat ja ihre Bonbons ;) Auch das gehört dazu, dass er zeigt, wie hier die "Großen" die "Kleinen" tĂ€uschen und damit Macht ausĂŒben.

      Außerdem fand ich den Schreibstil und die AtmosphĂ€re auch sehr gut, genauso wie die einzelnen Charaktere, die mit wenigen Momentan total treffend charakterisiert worden sind.

      Ich bin gespannt, wie ihr das seht :)

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    2. Abschließend kann ich sagen, dass es mir um großen und ganzen gut gefallen hat. Allerdings sind mir schon ein paar Kritikpunkte aufgefallen bzw. gab es ein paar Dinge die mich persönlich etwas gestört haben.

      Dein Einstieg in das Buch fand ich grandios und hat mich sofort gefesselt. Es werden Fragen aufgeworfen, von denen ich unbedingt die Antwort erfahren wollte und war dementsprechend bis zur Mitte des Buches auf jeden Fall sehr gefesselt und begeistert.

      Der Schreibstil ist super. Der Autor kreiert eine fesselnde, dĂŒstere AtmosphĂ€re, die mir sehr gut gefallen hat. Mir hat auch gefallen, wie er mit den Worten spielt und es schafft, dem Leser Bilder in den Kopf zu zaubern. Auch die Thematik und die Idee fand ich total faszinierend. Da kann ich mich Aleshanee nur anschließen. Auch damit, dass der Autor immer mehr die AbsurditĂ€t und den Wahnsinn seiner Figuren in der Fordergrund stellt, konnte ich gut umgehen. Was mir nicht gefallen hat und was ich unnötig fand, war die Gewalt gegenĂŒber Tieren. Sowas finde ich einfach immer abscheulich, aber das ist halt meine Macke, dafĂŒr kann der Autor ja nichts.

      Charlie und Thomas mochte ich sofort und auch Livia habe ich mit der Zeit schĂ€tzen gelernt. Was mir dann allerdings nicht gefallen hat, war die Dreiecksbeziehung, die ab der Mitte des Buches losging. Und dass es sich ab da meiner Meinung nach etwas hingezogen hat bis zum Ende. Ich fĂŒhle mich nach Beenden des Buches unbefriedigt. Mir gefĂ€llt es nicht, wie der Autor die Figuren am Ende darstellt. GrundsĂ€tzlich habe ich auch mit offenen Enden kein Problem, aber hier fĂŒhle ich mich tatsĂ€chlich etwas hĂ€ngen gelassen. Auch weil ich meine, dass nicht alle meine Fragen beantwortet wurden. Aber vielleicht habe ich auch einfach nicht gut genug aufgepasst. Am Ende war es auch einfach irgendwie sehr verworren fĂŒr mich und passierte dann alles so schnell und war dann relativ kurz abgehandelt.
      Ich kann also die Meinungen durchaus nachvollziehen, dass die Geschichte zum Ende hin immer schwĂ€cher wird. Was fantastisch begonnen hat, hat leider etwas unbefriedigend geendet, zumindest fĂŒr mich :/...

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    3. Ich habe auch das GefĂŒhl, als Leser hier ein bisschen in der Luft hĂ€ngengelassen worden zu sein ... NatĂŒrlich ist das die Freiheit des Autors, dass er nicht jede Frage beantworten muss. Aber ich habe gerade gegen Ende irgendwie den Anschluss verloren, weil ich nicht mehr verstanden habe, warum die drei so gehandelt haben, wie sie es getan haben (Das ist vor allem auf den Schluss bezogen, das war fĂŒr mich nicht mehr nachvollziehbar).

      An der Rezi habe ich in der Zwischenzeit schon angefangen zu arbeiten, aber ich fĂŒrchte Aleshanees Begeisterung kann ich mich nur zum Teil anschließen, der Schluss hat es leider fĂŒr mich verpfuscht, um es mal ganz deutlich zu sagen.

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    4. Die Idee fand ich toll und den Anfang (bis zum Engel) absolut gelungen, auch wenn es recht langsam voranging. Die Charaktere sind gut gezeichnet und man kann sie sich prima vorstellen. Bis dahin verstehe ich auch das Handeln der Akteure.

      Doch dann verirrt sich der Autor in seiner Idee. Auch ich kann mit offenen Fragen umgehen, mag aber nicht, wenn gewisse Fragen oder Tatsachen, die als bedeutend dargestellt werden, sich am Ende nicht von selbst erklÀren. Dann sollte der Autor gewisse Sachen auflösen, wie z.B., woher kam der Rauch, warum sind(manche) EskimostÀmme nicht mit dem Rauch infiziert, warum hat der Rauch unterschiedliche Farben...? Das ist in meinen Augen der zentrale roten Faden, den Vyleta im letzten Drittel verloren hat. Plötzlich gibt es weitere wichtige Figuren wie den KapitÀn und diesen Sebastian, ein Kanalisationswerk... und eine ganz neue Idee bezgl. des Rauchs und seiner BekÀmpfung. Das hat mir nicht gefallen!



      !!!SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER!!!

      Was haben sie nun am Ende gemacht? Haben sie das gemacht, was Lady Naylor machen wollte? Sie haben den Ruß in Rauch aufgehen lassen, damit alle mit dem Schlimmsten infiziert werden, eine Revolution stattfindet, wogegen sich auch die Adligen und Reichen nicht erwehren können, ein Tumult ausbricht, alle Ordnung durcheinanderfegt und zerbricht und dann mĂŒssen alle wieder bei NULL beginnen? Ist es so?

      Ich wĂ€re ĂŒber eine Antwort wirklich, wirklich sehr erfreut! :-D

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    5. @monerl

      Ich habe mir jetzt alle deine Kommentare von gestern durchgelesen :). Eigentlich könnte man annehmen, der Autor habe einen zweiten Teil geplant, so wie das Buch endet ... Weil eben so viel offengeblieben ist.

      Was das Handeln der Figuren angeht, bin ich froh, dass es nicht nur mir so gegangen ist ... Dachte schon, ich hab was beim Lesen ĂŒbersehen. Wenn's aber auch dir so gegangen ist, ist der Grund wohl eher woanders zu suchen.

      Ich kann mich nur wiederholen: Toller Anfang, tolles Setting, tolle Ideen - und dann die kalte, weil unbefriedigende Dusche am Schluss *seufz*.

      Liebe GrĂŒĂŸe
      Ascari

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  8. Oh, das Buch steht auf meiner Wunschliste! Da ich aktuell aber noch ganz viele andere BĂŒcher habe, die ich zuerst lesen möchte, werde ich spĂ€ter darauf zurĂŒckkommen.
    Wenn ich es fertig gelesen habe, schaue ich hier nochmal rein und lese, wie dein Fazit ausgefallen ist!
    Ich finde deinen Blog ĂŒbrigens sehr ansprechend gestaltet!

    Viele liebe GrĂŒĂŸe,
    Babsi aka BlueSiren

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  9. Na da sind doch hier ein paar zusammen gekommen ;) Das Buch lief mir auch schon öfters ĂŒber den Weg & ich bin sehr gespannt auf deine Rezension!

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    1. Jaaaa, finde das ganz toll, dass wir hier noch ein paar Leute mehr geworden sind! 👍

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  10. Huhu
    ich habe das Buch jetzt im MĂ€rz gelesen und mochte es wirklich
    Umgehauen hat es mich zwar nicht, aber die Idee dahinter und die charaktere habe ich sehr ins herz geschlossen
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Lilly

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  11. Huhu

    Ich habe erst vorgestern eine ganz begeisterte Rezi von dem Buch gelesen und damit ist es ganz oben auf meine wuli gerutscht. Bei der Leserunde kann ich leider nicht teilnehmen, weil ich als nÀchstes unbedingt Bloody Mary lesen möchte. Aber coole Idee!

    LG Sonja BĂ©land

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    1. Hi!

      Die Meinungen zu dem Buch gehen ja schon ganz gewaltig auseinander, hab ich gesehen. Aber gut so :). Viel Spaß beim Lesen, wenn du es dir erst einmal geholt hast!

      Liebe GrĂŒĂŸe
      Ascari

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