22. Februar 2017

Welche Bücher ich (meistens) meide

Die meisten von uns haben ihre Lieblingsgenres, ganz klar. Logischerweise sprechen und schreiben wir deswegen auch sehr, sehr gern über sie. Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, das Ganze einmal von der anderen Seite her zu beleuchten - sprich: über die Genres zu schreiben, die sich bei mir nie oder nur ganz selten finden ...


Denn seien wir einmal ehrlich: Auch wenn ich gerne betone, dass ich eine Querbeet-Leserin bin, gibt es doch auch Bücher, die ich nie und nimmer in die Hand nehmen werde, weil sie mir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht liegen. Da können sie gehypt werden bis zum Umfallen, ich werde sie trotzdem nicht lesen.

Horror-Romane


Ganz oben auf dieser Liste steht das Horror-Genre. In der Hinsicht war ich meistens konsequent, weil ich auch Horror-Filme immer gemieden habe ... Mein Unterbewusstsein sorgt in meinen Albträumen schon so für genügend Horror, da braucht es diesen Input nicht noch extra. Und ja, da lebt das Sensibelchen in mir auf und in Kombination mit der Eigenschaft, die Geschichten der Protagonisten quasi mitzuerleben, leide ich ziemlich mit.

Wobei ich fairerweise einräumen muss, dass es nicht immer ganz leicht ist einzustufen, was ich als Horror empfinde und was nicht. Viele Mystery- oder Gruselgeschichten haben Horror-Elemente - damit kann ich aber meist gut leben. Genauso auch Thriller. Es ist also nicht immer ganz eindeutig, was ich für mich persönlich schon als zu viel empfinde und was nicht.

Manche Autoren haben sich aus diesem Grund noch nicht sehr oft zu mir verirrt, wie beispielsweise Stephen King. Obwohl viele seiner Romane mittlerweile als Klassiker gelten und ich einige Fans kenne, meide ich seine Bücher großteils - ich habe nur "Die Arena" (wegen der TV-Serie "The Dome") und "Dead Zone" (auch wegen der gleichnamigen TV-Serie) von ihm gelesen. Da konnte ich mir relativ sicher sein, was mich erwarten und dass ich das packen würde :).

Blutige Thriller


Das Sensibelchen hat irgendwann auch einmal eine Grenze aus den gleichen Gründen bei den Thrillern gezogen. Bestimmte Autoren gehen mir persönlich einfach zu viel ins Detail, was die Beschreibung von Folterungen, Verstümmelungen und anderen grausigen Dingen angeht. Natürlich geht es nicht ohne Blut, Mord und Totschlag, aber ich mag es nicht, wenn sich der Autor in dem verliert, was jemandem angetan wurde. Ich stelle mir das meist viel zu plastisch vor, daher lese ich solche Bücher nicht mehr sehr oft oder überblättere entsprechende Stellen dann auch.

Was ich auf jeden Fall beobachtet habe, ist, dass die blutigen Thriller seit etwa zehn Jahren am Vormarsch sind. Ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde, aber ich habe das Gefühl, dass es früher nicht so viele Geschichten aus diesem Bereich gegeben hat ... Stumpfen wir in dieser Hinsicht immer mehr ab, dass es notwendig wird, die Brutalitäten immer mehr zu steigern, um eine emotionale Reaktion zu provozieren?

Wie auch immer: Für mich sind gute Thriller solche, die die Angst im Kopf entstehen lassen. Die auf bestimmte Dinge verzichten, sie nicht beschreiben und den Rest der Phantasie überlassen. Das Kopfkino ganz bewusst aktivieren mit der Frage, was passiert sein könnte. Ein gutes Beispiel für diese Art Thriller ist meiner Meinung nach Andreas Gruber, der sehr gekonnt mit diesem Nicht-Wissen spielt (und natürlich seinem "Grumpy Cat"-Ermittler Maarten S. Sneijder 😄).

Reine Liebesromane


Ach ja, die Liebe. Gibt es eigentlich Statistiken oder Aufzeichnungen, wie viele Bücher es gibt, in die mal mehr, mal weniger eine Liebesgeschichte eingeflochten wurde? Das wäre ja mal interessant, wie hoch der Anteil im Bereich Belletristik wirklich ist. Und dann müsste man noch einmal auswerten, wie hoch der Anteil mit Happy-Ends ist ... Wenn ich raten sollte, liegt er bestimmt bei 90 Prozent. Was auch irgendwie nachvollziehbar ist, denn wenn wir uns in andere Welten träumen wollen, wollen wir ja nicht erleben, dass es schlecht ausgeht.

Darin liegt meiner Meinung nach aber auch genau das Problem. Reine Liebesromane sind in den meisten Fällen vorhersehbar, wenn man an das Ende denkt. Daher muss schon der Weg zur großen Liebe irgendwie spannend verpackt sein, ansonsten greife ich nicht zu Liebesgeschichten. Es passiert zwar schon immer wieder mal, dass Bücher aus diesem Bereich bei mir landen, aber es geschieht selten. Wenn Liebe, muss sie bei mir mit irgendetwas verknüpft sein, einer Art Abenteuer, die die Figuren - und damit auch mich - auf Trab hält und in deren Verlauf sich die Protagonisten verlieben.

Was mich persönlich auch eher abstößt, ist das Gefühl, wenn der Autor absichtlich auf die Tränendrüse drückt. Wenn es für mich einfach zu gewollt ist, dass die Figuren Schicksalsschläge erlebt haben und diese nun überwinden müssen, um glücklich zu werden. Gerade im Jugendbuch-Bereich ist das ja im Moment sehr beliebt, wirkt auf mich aber häufig einfach nur noch übertrieben. Die Wirklichkeit sieht wahrscheinlich im Vergleich eher langweilig aus, ist aber natürlich nicht so gut geeignet, um mit den Figuren mitzuleiden.

"Literarische" Romane


Okay, ich gebe es zu, was meinen Lesegeschmack angeht, bin ich relativ einfach gestrickt. Ich lese, um mich unterhalten zu lassen - meistens. Ich möchte Geschichten, die es mir erlauben, abzuschalten, mich zu entspannen und ein paar Stunden gefühlt in die Haut der Protagonisten zu schlüpfen. Sie auf ihrem Abenteuer ein Stück zu begleiten, ihnen dabei über die Schulter zu schauen. Was ich aber nicht mag, sind Bücher, die ich nicht verstehe. Die mich ratlos zurücklassen, wo ich das Gefühl habe, dass ich nicht verstanden habe, was sie mir sagen wollten.

Viele dieser Bücher sind in dem Bereich zu finden, der von der Literatur-Szene als Kunst bejubelt wird. Wahrscheinlich kommt hier wahrscheinlich genau derselbe Ansatz zum Tragen, der mich auch an modernen Gemälden, Skulpturen und anderen Kunstwerken verzweifeln lässt: Ich verstehe sie nicht. Verstehe nicht, was an dem Buch oder Bild oder was auch immer Kunst sein soll. Im Museum ist das aber einfacher, da bin ich im Vergleich nicht so lange damit beschäftigt wie mit einem Buch.

Es ist nicht so, dass ich "literarischen" Büchern keine Chance geben will - ganz im Gegenteil. Ich nehme immer wieder mal Anläufe, in neue Genres hineinzuschnuppern und gewohnte Lesebahnen zu verlassen, aber viele Bücher machen es mir schwer. Weil ich keinen Zugang zu ihnen finde und dann erst wieder mit Querlesen und Überblättern anfange auf der Suche nach etwas, was ich verständlich und nachvollziehbar finde.



So, das wäre er mal, mein Versuch, ein wenig zu dokumentieren, welche Bücher und Genres sich eher selten oder gar nicht zu mir verirren. Wie sieht es bei euch aus, welche Geschichten sagen euch nicht so zu?

28 Kommentare

  1. Hey,
    das kenne ich selbst nur zu gut.
    Platz 1 -Erotikromane!
    Ich kann mit diesem Genre einfach nichts anfangen. Sie können mich weder begeistern noch faszinieren, sondern langweilen mich meist schon bei der Inhaltsbeschreibung.
    Keine Ahnung warum, ist einfach so.

    Platz 2. - Blutige eklige Thriller
    Ich mag einfach kein Gesplatter! Weder bei Horror noch bei Thriller. Ein guter Thriller kann mich mit einer spannenden, unheimlichen Atmosphäre begeistern, nicht aber mit durch den Raum verteilten Organen.
    Darunter zählen auch Thriller-Reihen in denen Beziehungskisten zwischen Ermittler und Opfer vorkommen (das Thema ist sooooooo durchgekaut) und wenn es um Kinder geht. Das geht mir meistens einfach zu sehr an die Substanz.

    Platz 3. - Astronautenkost oder auch Sci-Fi
    Ich kann mit anderen Planeten einfach nichts anfangen und "Der Marsianer" ist so ziemlich das einzige Buch in dieser Richtung, das mich tatsächlich begeistern konnte.

    Das war es dann erst mal, reicht aber auch oder?
    Ich denke, auch hier bestätigen ganz sicher Ausnahmen die Regel, doch so grob umrissen sind das meine 3 Favoriten zu diesem Thema. :)
    Liebe Grüße
    Ela

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    1. Hey Ela!

      Klar bestätigen Regeln die Ausnahme, deswegen hab ich ja auch "meistens" in die Überschrift geschrieben ;). Deine Punkte kann ich gut verstehen, aber SF würde ich nicht generell abschreiben, es gibt zum Teil schon sehr, sehr geile Sachen, die man nicht zwangsläufig der SF zuschreiben würde, die aber trotzdem dazu zählen - oder verzichtest du auch auf Dystopien? :)

      Erotik, hihi, da könnte ich jetzt noch nen Extrabeitrag dazu schreiben, schätze ich :D.

      Liebe Grüße
      Ascari

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    2. Hey Ascari,
      Dystopien lese ich sogar ganz gerne aber irgendwie zähle ich sie dann eben zu Dystopien *kicher*
      deswegen hab ich beim Begriff Scifi auch das Beispiel angeführt.
      Klar man sollte da nicht verallgemeinern. Mir gehts halt um die Art wie zb. "Der Marsianer" und ähnlich gestrickte Geschichte, wobei mir eben der Marsianer in der Tat gut gefiel. Als Hörbuch. Gelesen hätte ich ihn wohl in der Tat ebenfalls nicht.
      LG Ela

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    3. Was du meinst, ist also eher SF, die in Richtung "Space Opera" geht, oder? Das, was sich halt die meisten unter SF vorstellen ... Wobei das schade ist, denn SF ist unheimlich vielseitig, es müssen nicht immer Raumschiffe, Raumschlachten und solche Sachen sein, damit ein Buch eine gute Science-Fiction-Geschichte erzählen kann ... Wie du schon selbst sagst: "Der Marsianer" ist ein gutes Beispiel, wie SF auch funktioniert :).

      Liebe Grüße
      Ascari

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  2. Hey Ascari,

    was für ein spannendes Thema. Horror steht bei mir auch definitiv auf der Liste. Ob ich das vertragen würde weiß ich nicht, aber mich spricht es einfach nicht an. Ich habe genau ein Buch von King gelesen ("Christine") und das fand ich furchtbar. Daher habe ich kein Interesse an weiteren Büchern von King, aber auch generell nicht am Genre.

    Blutige Thriller sind auch nicht so unbedingt meins. Da kommt es aber auch sehr drauf an wie es geschrieben ist. Von Cody McFadyen habe ich gehört, dass er auch so ekelig sein soll. Macht mir ein bisschen Sorgen, weil ich da drei Bücher auf dem SuB habe :D

    Liebesromane lese ich schon ganz gern, aber nur so als Unterhaltung für zwischendurch. Da habe ich dann auch oft andere Erwartungen als an andere Bücher, daher brauche ich nicht immer allzuviel Abenteuer.

    "Literarische" Romane sind ja auch so eine Sache. Ich habe zum Beispiel einige Bücher gern gelesen, die ich für mich in diese Kategorie packen würde. Einfach deshalb, weil sie sich von dem unterscheiden was ich sonst so lese. Leute die viel anspruchsvollere Literatur lesen, würden da wahrscheinlich nur mit den Augen rollen.
    Aber ich lese meist auch zum entspannend und daher eher weniger anspruchsvolles.

    Was bei mir sehr selten oder eher gar nicht vorkommt ist Fantasy. Ich kann mit diesen ganzen Wesen und Welten nichts anfangen. Ich mag da realistische Geschichten lieber. Dystopien ab und an mal, aber das war es dann auch.

    Weiterhin gehören bei mir noch traurige Bücher im Allgemeinen und Krebsbücher im Speziellen auf die Liste. Ich kann mit tödlichen Krankheiten oder generell dem Tod, Verlust, Leiden usw. nichts anfangen. Das zieht mich zu sehr runter.

    Das sind die größten und wichstigen Genre, die mir einfallen. Aber auch Sci-Fi, Steampunk und was es da alles gibt ist nicht so meins :D

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    1. Um den Cody schleiche ich auch herum, ob ich mich da wenigstens an eines herantrauen soll ... Was mir jedenfalls nicht mehr auf den Tisch kommt, sind Bücher von Jilliane Hoffmann (Schreibt man ihren Namen so?), da hat mir Cupido damals gereicht.

      Traurige Bücher verstehe ich auch gut. Es ist nicht so, dass ich auf die verzichte, aber ich habe nicht immer die Kraft dafür, mich auf eine solche Geschichte einzulassen. Letztes Jahr hatte ich ein Buch, wo es um Kindesmisshandlung in der eigenen Familie ging und ich habe sehr, sehr viel geheult beim Lesen ...

      Wenn du Dystopien liest, bist du aber auch SF-Leser - nur damit du es weißt ;).

      Liebe Grüße
      Ascari

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    2. "Cupido" fand ich überhaupt nicht schlimm :D Hab so oft gehört, dass man danach nicht mehr schlafen kann, unters Bett und auf den Rcksitz guckt... ich hatte da echt kein Problem mit :D

      Na ja, aber ich mein jetzt Jugenddystopien. Tribute von Panem oder Maze Runner würde ich jetzt nicht zu Sci-Fi zählen.

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    3. Also, daran erinnere ich mich auch nicht, dass ich das nach "Cupido" getan hätte ... Aber ich erinnere mich an den Gedanken, dass ich diese Schlachterszenen einfach unnötig fand :D. Das war einfach der Zeitpunkte, wo ich mir dachte, das brauch ich für mich nicht ...

      Ich hab jetzt mal aus Neugier einen Blick in die Wikipedia geworfen, der Text ist natürlich wieder mal ewig lang, aber SF ist vielseitig - und vor allem flexibel ;).
      https://de.wikipedia.org/wiki/Science-Fiction

      Liebe Grüße
      Ascari

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  3. Hey Ascari,

    Ein toller Beitrag und mal eine ganz andere Herangehensweise. Bei Horror kann ich dich verstehen. Das würde wohl auch auf jeden Fall zu den Sachen gehören, die ich gar nicht lese. Hmm, wenn ich gerade so drüber nachdenke, sind es eigentlich alle Genres, die du aufzählst. An Klassikern versuche ich mich ab und an mal, aber das ist mittlerweile auch schon recht lange her.

    LG, Moni

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    1. Liebe Moni,

      Klassiker kommen bei mir schon ab und zu mal vor, aber nicht mehr so oft, das stimmt. Wobei das eigentlich schade ist, denn es gibt einiges, was ich interessant finde, obwohl es mittlerweile schon viele Jahre am Buckel hat ...

      Liebe Grüße
      Ascari

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  4. Huhu Acari,

    ja, ich glaube, jeder hat da so seine Genres.
    Und so bin ich bei Liebes-Romanen absolut bei dir. Ich kann mit auch nicht nicht viel anfangen und bin sehr schnell genervt. Ich habe damit ja schon Probleme in "normalen" Büchern ;)

    Ich glaube, ich habe noch nie einen richtigen Horror-Roman gelesen. Ich kann mich erinnern, "Needful Things" von Stephen King gelesen zu haben, aber ich fand es langweilig. Aber an mehr kann ich mich da nicht erinnern ;)

    Liebe Grüße
    Sas

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    1. Hey :)

      Na, dann war wohl für dich unser gemeinsamer Ausflug zu Colleen Hoover auch ein Ausflug in eher ungewohnte Gefielde, oder? ;)

      Liebe Grüße
      Ascari

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    2. Ja, allerdings!
      Ich muss zwar zugeben, dass ich es doch immer mal wieder versuche - sozusagen in der Hoffnung, dass es dieses Mal nicht vor Klischees tropft und mehr unterhält als nervt -, aber die meisten finde ich eben doch eher mistig ;)
      "Warum ich Will liebe" hat mir z.B. überraschend gut gefallen, genauso wie "Pushing the Limits" von Katy McGarry, aber das sind wirklich Ausnahmen...

      Liebe Grüße
      Sas

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    3. Ich sag immer: Gott sei Dank gibt es Ausnahmen von der Regel ;).

      Liebe Grüße
      Ascari

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  5. Hallo liebe Ascari,
    ein interessantes Thema!

    Eigentlich habe ich darauf geartet, dass jetzt alle schreiben: historische Romane, denn ich bekomme sehr oft Rückmeldung, dass diese nicht gerne gelesen werden. Ich mag sie sehr...besonders jene, die während der Weltkriege spielen.
    Aber eigentlich willst du wissen, was ich nicht lese....
    Sci-Fi
    Ich kann nichts mit Marsmenschen oder Weltraumgedöns anfangen. Obwohl ich erst "The Cage" gelesen habe, das eigentlich im Weltraum spielt...ich dachte zuerst es wäre eine Dystopie ;) War ganz okay.
    YA
    Ich habs versucht...wirklich! Aber ich kann dieses Bad Boy Image gar nicht und dann gibt es fast immer eine Dreier-Liebesgeschichte...nein! Wer mir einen wirklich guten YA Roman vroschlagen kann: gerne! Dann würde ich es nochmals probieren, aber nicht immer diese Null-acht-fünfzehn Geschichten.
    High Fantasy
    Tja, hier muss ich unterscheiden, denn ich lese schon auch gerne mal Fantasy, aber keine High Fanatsy. Engel, Drachen ...das ist nichts für mich. Obwohl auch hier fällt mir gerade ein Buch ein, dass mich wirklich interessiert, nämlich das Jugendbuch "Das dunkle Herz des Waldes"...hier kommt der Drache vor...aber ist es auch richtige High Fantasy? Ich glaube eher nicht....oder?
    Mit humorigen Büchern kann ich in letzter Zeit auch nicht mehr viel anfangen. Ich weiß nicht warum, aber da hat sich irgendwie mein Geschmack gewandelt.
    An Horror versuche ich mich gerade das erste Mal! Ich habe "Suicide Forest" hier und bin gesannt, ob ich das Genre mögen werde...
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Liebe Martina,

      ohne jetzt den Besserwisser zu extrem aus der Tasche zu holen: Aber wenn du Dystopien liest, liest du eigentlich auch SF ;). Das finde ich generell immer sehr unterhaltsam, wenn ich das irgendwo lese, denn die Dystopie ist genauso wie ihr Gegenstück, die Utopie, eine Spielart der SF.

      Young Adult hingegen - das kann ich verstehen. Ich unternehme ab und zu den einen oder anderen Versuch, etwas zu finden, was mir gefällt, aber bisher waren meine Ausflüge in das Genre eher wenig von Erfolg gekrönt. Es gibt hier wirklich schon zu viele Klischees, da kann ich dir nur beipflichten.
      Ich bin mir nicht sicher, ob in High Fantasy tatsächlich immer Magie, Drachen oder ähnliches Getier vorkommen muss ... Da kenn ich mich wieder zu wenig aus, weil ich auch nicht so die große Fantasy-Leserin bin. Auch hier ist seit "Herr der Ringe" sehr vieles erschienen, was sich für meinen Geschmack viel zu ähnlich ist.
      Bin schon neugierig, was du zu "Suicide Forrest" sagen wirst, ich bin ja dem Gruseln nicht komplett abgeneigt, bin aber halt empfindlich :D.

      Liebe Grüße
      Ascari

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  6. Liebe Ascari,

    ich sage auch immer, ich lese querbeet AUSSER: Horror, Erotik! Da haben wir etwas gemeinsam. ;-) Seit ich weiß, was Steampunkt ist, weiß ich, dass ich das auch nicht so gerne lese.
    Jugendbücher / Young Adult ist auch so ein Bereich, der mir meistens nicht mehr zusagt. Ich hab das Gefühl, dass ich für die meisten Geschichten zu alt geworden bin... ;-)

    Mit Horror meine ich so ganz krasse Geschichten, wie z.B. aus dem FESTA-Verlag. Das Brauche ich nicht. So ein Buch kann mich nicht unterhalten.

    Ansonsten lag mein Focus früher bei Krimi / Thriller, doch diese Bücher sind etwas in den Hintergrund gerückt, weil ich festgestellt habe, dass ich so langsam nicht mehr richtig überrascht werden konnte und vieles sich so ähnlich angehört hat. Deshalb lese und höre ich Krimis und Thriller nur noch ausgewählt und zwischen andere Genres eingeschoben.

    Ich habe festgestellt, dass es aus dem zeitgenössischen Bereich zur Zeit sehr viele gute Bücher gibt. Zu denen greife ich gerade bevorzugt. Ansonsten freue ich mich über tolle Bücher aus dem Bereich Fantasy, Sci-Fiction / Dystopien und historischer Roman. Da habe ich in letzter Zeit sehr viele gute Bücher gelesen.

    Bücher aus dem Genre Klassik lese ich auch ab und zu. Da aber sehr ausgewählt.

    Was meinst du mit "Literarische" Romane? Kannst du mir da zwei, drei Beispiele nennen, damit ich mir darunter was vorstellen kann?

    GlG, monerl

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    1. Liebe Monerl,

      FESTA war auch erst vor kurzem mal wieder Gegenstand einer Diskussion wegen seiner Romane ... Wobei ich das interessant finde, früher waren die eher für ihre phantastische Literatur als für Horror bekannt. Aber wahrscheinlich verkauft sich der Horror besser, sodass sie es dazugenommen haben.

      Im Krimi / Thriller Bereich bin ich auch sehr wählerisch geworden, da ähneln sich die Geschichten für meinen Geschmack mittlerweile auch viel zu oft ... Aber Gott sei Dank gibt es auch hier immer wieder mal Titel, die mich so richtig festhalten können!

      Mit "Literarisch" meine ich zum Beispiel Bücher, wo die Autoren oft im Feuilleton besprochen werden. Ilija Trojanow mit "Macht und Widerstand" fällt mir erstes ein, mit dem Buch hab ich mich wirklich gequält, obwohl es eine interessante Geschichte versprochen hat. Oder Jonathan Franzen würde mir auch noch einfallen ... Alles Autoren, die an mir irgendwie einfach vorbeigehen, weil ich das Gefühl habe, dass ich sie nicht verstehe.

      Liebe Grüße
      Ascari

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  7. Eine richtig gute Idee. Da habe ich auch so meine Genre, wobei bei mir eindeutig Ausnahmen die Regel bestätigen. Ich lese seit meiner Jugend zB kaum noch Fantasy und kann mit den meisten Büchern nix anfangen. Aber Harry Potter verehre ich immernoch. Und auch Cornelia Funkes neue Bücher muss ich immer lesen. Aber es gibt auch Genre, die ich komplett meide, wie zB SiFi. Zumindest bis jetzt. Vielleicht werde ich ja irgendwann mal mutig genug... :D
    Und bei den blutigen Thrillern kann ich dir nur zustimmen. Sir Arthur Conan Doyle hat es doch schließlich auch geschafft, super spannende Krimis ohne viel Blut zu schreiben. Warum geht das heute nicht mehr bei Thrillern?
    Liebe Grüße

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    1. Ein Hoch auf die Ausnahmen, die haben auf jeden Fall ihre Berechtigung! Und wer weiß, vielleicht entdeckt man dann ja doch noch mehr, was einem gefällt ;).

      Was Sherlock Holmes betrifft: Ich habe ja erst vor kurzem ein Sachbuch gelesen, wo die Entstehungsgeschichte der Doyleschen Romane beschrieben. Interessant irgendwie, dass sie damals für Erwachsene gedacht waren ... Heute findet man die Bücher eigentlich bei den Jugendbüchern, ich hab mal aus Neugier in der Bücherei danach gefragt.

      Dass die Stoffe aber heute noch beim Publikum ziehen, merkt man an "Sherlock". Und ich muss unbedingt mal jede Folge einzeln gucken und dann die historische Vorlage dazu lesen, das dürfte sicher recht aufschlussreich werden :D.

      Liebe Grüße
      Ascari

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  8. Mir fiel bei dem Titel ja erst Erotikromane ein, aber die liest du ja doch, um uns dann mit deiner herrlich bösen Analyse zu unterhalten :D.

    Ich persönlich habe auch noch nie Horror und blutige Thriller gelesen und melde literarisch wie filmisch das meiste in die Richtung aus ähnlichen Gründen. Wobei ich bei Büchern meine Fantasie leichter "abstellen" kann, mit Filmen komme ich dann schon weniger klar. Daher kann ich exzessive Gewaltdarstellungen in Filmen und Serien echt nicht ab.
    Ich habe aber neulich in der "GEO kompakt" einen interessanten Artikel dazu gelesen, wieso uns Verbrechen so faszinieren, was man sicher auch auf Fiktion übertragen kann. Scheinbar bewirken auch für uns nicht reale Gefahrensituationen einen Adrenalinausstoß und auch eine darauf folgende Endorphinausschüttung oder so ähnlich. Bei mir habe ich das zwar noch nie bewusst wahrgenommen :D, aber es gibt sicher Leute, die aus diesem Grund auf Nervenkitzel stehen.
    Neulich habe ich mich auch mit Menschen darüber unterhalten die meinten, sie würden gerne Horrorfilme sehen, weil diese fiktiven Ängste sie von ihren realen Ängsten ablenken.

    Mich würde auch mal interessieren, wieviele Bücher ganz ohne Liebesgeschichte auskommen bzw. wo zB einfach nur erwähnt wird, dass die Figuren verheiratet oder in einer Beziehung sind, dies aber keine größere Rolle spielt. Ist ja nicht so, als würde eine Beziehung für jeden einzelnen Aspekt des Lebens eine unfassbar bedeutende Rolle spielen. Manchmal nervt es mich wirklich, dass gefühlt überall eine Liebesgeschichte reingequetscht werden muss. Das nervt mich fast noch mehr als reine Liebesgeschichten, denn die kann ich ja dann gleich meiden, ohne das Gefühl zu haben, was großartiges zu verpassen. Ärgerlich ist es, wenn mich der Inhalt eigentlich interessiert und die Lebensgeschichte dann später dominiert.

    Oh ja, so Tränendrüse-Geschichten gibt es mittlerweile so viele, dass ich sie einfach nicht mehr ernstnehmen kann. Eine Figur hat einen wichtigen Menschen verloren, Krebs im Endstadium, eine traumatische Vergangenheit, blablabla. Damit kann man sich als Durchschnittsleser doch auch gar nicht mehr identifizieren irgendwann.


    Liebe Grüße,
    Charlie

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    1. Guten Morgen Charlie!

      Ja, die Erotik ^^ ... Eigentlich will ich mich ja gar nicht jedes Mal darüber auslassen, aber anscheinend sind die Bücher umso schlechter, je besser sie sich verkaufen.

      Diese Theorie (wenn ich das mal so nennen darf) bezüglich Thriller und Horror hat bestimmt was für sich. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stimme ich dem zu. Ich werde mir das auf jeden Fall für den nächsten Thriller merken und dann versuchen, meine Reaktionen zu beobachten :).

      Liebe Grüße
      Ascari

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  9. Huhu!

    Ich bin ja auch eine Queerbeetleserin und stolz darauf, aber auch ich muss zugeben, dass es Genres gibt, die ich eher meide.

    Bei Horror kommt es bei mir sehr drauf an - ich meide diesen Ekelhorror, bei dem es hauptsächlich darum geht, möglichst extrem und schockierend möglichst perverse Gewalt im Detail zu beschreiben. Aber viele Bücher von Stephen King fand ich sehr gut, wie zum Beispiel "Shining".

    Bei Thrillern sehe ich das auch ähnlich wie du. Ich liebe Thriller, aber ich lese nicht gerne die sogenannten "Schlachtplatten".

    Auch bei den Liebesromanen sind wir uns im Grunde einig! Ich lese auch lieber Bücher, bei denen es außer der Liebesgeschichte noch etwas anderes gibt.

    Ich probiere immer mal wieder gerne ein "literarisches" Buch aus! Mir gefällt das Gefühl, dass ich mich damit ein bisschen herausfordere. :-)

    Ein Genre, das ich ein paarmal ausprobiert habe, das aber wohl einfach nichts für mich ist, ist Erotik. Mich langweilt es einfach, wenn es hauptsächlich darum geht, die Protagonisten möglichst oft ins Bett zu kriegen!

    LG,
    Mikka

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    1. Liebe Mikka,

      Ekelhorror - das ist ein guter Ausdruck, den muss ich mir merken :).

      "Literarisches" sehe ich für mich auch als Herausforderung, schon recht lange. Weil ich mir immer denke, da muss doch was dran sein, wenn bestimmte Autoren immer wieder so gelobt werden. Und irgendwann werd ich schon mal einen Autor finden, wo ich diese Begeisterung teilen kann, da hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

      Was die Erotik betrifft: Mich würd ja mal interessieren, ob Frauen solche Bücher nicht nur wegen der Liebesgeschichte lesen, sondern auch aus "Einhand-Gründen" :D. Für die männliche Zielgruppe ist das ja recht eindeutig, aber bei Frauen?

      Liebe Grüße
      Ascari

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    2. Huhu Ascari,

      ganz ehrlich, ich gehe bei Erotik schwer davon aus, dass auch viele Frauen da Einhandgründe haben... Ist ja auch ok, jedem das seine! ;-)

      ...und jetzt hatte ich gerade den bösen Gedanken, dass man Erotikromane besser nicht gebraucht kaufen sollte...

      LG,
      Mikka

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    3. Liebe Mikka,

      ich finde das auch voll in Ordnung! Ich find's nur eher traurig, dass viele dazu anscheinend dann nicht stehen ...
      Was deinen Gedanken angeht: Also zumindest als Leihbücher sind sie in Ordnung, das kann ich bestätigen! ;D ;D

      Liebe Grüße
      Ascari

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  10. Huhu Ascari,
    Horror muss ich erst mal lesen, bevor ich mir ein Urteil erlaube, aber bei den blutigen Thrillern, reinen Liebesromanen und literarischen Romanen stimme ich zu. Wobei ich bei den literarischen und Liebes-Romanen immer mal wieder aus der Komfortzone trete ... ist aber meist nicht wirklich erfolgreich ;)
    Liebe Grüße
    Elena

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    1. Liebe Elena,
      ich bin halt ein kleines Sensibelchen oder zu phantasiebegabt oder vielleicht auch beides :D ... Das mit der Komfortzone verstehe ich! Aber deswegen versuche ich es trotzdem weiter, bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt ;).

      Liebe Grüße
      Ascari

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