Reziklau: Nein, Danke!

Ihr Lieben, ihr habt es vielleicht gestern schon mitbekommen: Es hat einen neuen Fall von Reziklau gegeben, von dem ich leider mit einer Rezension ebenfalls betroffen war.

Trotzdem hat dieser Tag auch etwas Gutes gehabt, denn ich habe erleben dürfen, wie gut die Buchblogger-Community untereinander vernetzt ist. Auch wenn ich die meisten von euch nicht persönlich kenne: Ich bedanke mich bei euch für die Mühe und die Informationen, die ihr weitergegeben habt!

Angefangen bei Anka, die alle Betroffenen per Mail informiert hat, über Kerry, die mir bei meiner Rezension auf Lovelybooks einen Kommentar hinterlassen hat bis zu allen anderen, die sich bei den diebischen Bloggern gemeldet und ihnen Nachrichten geschrieben haben, dass es so nicht geht. Und nicht zuletzt bei Nenya, die so nett war, mir die Erlaubnis zu geben, ihre Grafik für diesen Beitrag zu nutzen :).


In meinem Fall ist das Blog heute aus dem Netz verschwunden, auch das Lovelybooks-Profil dazu existiert nicht mehr ... Trotzdem ist jeder von uns natürlich nicht vor einer Wiederholung gefeit, weswegen ich jetzt schon weiß, dass ich meine künftigen Rezensionen sicherlich mit einem mulmigen Gefühl online stellen werde.

Ich blogge ja schon relativ lange, aber das war jetzt auch für mich das erste Mal, dass ich Kenntnis davon erhalten habe, dass ein Text von mir fast eins zu eins kopiert und auf einem anderen Blog veröffentlich wurde:


Ich frage mich ja immer wieder, weshalb jemand so etwas tut. Glaubt der- oder diejenige tatsächlich, damit durchzukommen? Früher oder später fällt das ja jemandem auf, der regelmäßig Rezensionen schreibt und liest. Und auch wenn mir bewusst ist, dass das Gefühl für Recht und Unrecht im Internet extrem niedrig ist: Bilder, Texte, Videos etc. unterliegen einem Urheberrecht!!!

Das bedeutet, sie gehören in der Regel demjenigen, der sie erstellt hat. Bei Buchcovern sind dies meistens die Verlage, aber nicht immer. Für Rezensionen gilt also auch, dass die Verlage uns als Bloggern die Erlaubnis geben, die Bilder für unsere Texte zu verwenden. Ausnahmen gibt es nur, wenn derjenige ausdrücklich dieses Recht abtritt. Das bedeutet, dass ihr einen Diebstahl begeht, wenn ihr euch einfach so an fremden Inhalten bedient, ohne vorher wenigstens um Erlaubnis zu fragen oder eine Quellenangabe zu machen.

Ich kann mich daher nur den Appellen meiner Buchblogger-Kollegen anschließen: Seid fair und schreibt eure eigenen Texte!!!

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