21. Juni 2017

Vom SuB befreit: Lord Gordon

Heute möchte ich bei "Vom SuB befreit" einmal ein Kinderbuch vorstellen, das aber auch bestimmt auch für den einen oder anderen Erwachsenen geeignet sein dürfte.


Normalerweise interessiere ich mich ja nicht so sehr für Kinderbücher, aber gelegentlich verirrt sich doch das eine oder andere zu mir :).

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

"Lord Gordon - Ein Mops in königlicher Mission" von Alexandra Fischer-Hunold erschien eigentlich schon 2016, wurde aber jetzt 2017 auf der Criminale mit dem Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi ausgezeichnet.

Klappentext:
Hundefutter, Hundehütte, Katzen jagen? Von wegen! Als Lieblingshund von Queen Victoria lebt Lord Gordon im Buckingham Palace und schläft auf seidenen Kissen. Bis eines Tages sein Freund, der Küchenjunge Colin, des Diebstahls beschuldigt wird und aus dem Palast flieht. 

Lord Gordon ist überzeugt, dass er diesen Fall bis zum zweiten Frühstück gelöst haben wird. Doch die Spur führt in die dunklen Gassen Londons ...

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Ich war sofort begeistert, als die Autorin ihr Buch auf der Criminale bei einer kurzen Lesung vorgestellt hat. Einige Zeit später lieh ich es mir bei uns aus der Stadtbücherei aus :).

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Da die Leihfrist bekanntlich ja nicht unendlich ist, habe ich nur die angefangenen Bücher beendet und mir dann die knapp 260 Seiten an einem Sonntag Vormittag gegönnt.

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Die Geschichte ist eine Mischung aus Kinderkrimi, historischem Roman und Tierabenteuer. Lord Gordon, der Held des Romans, ist zu Anfang ein etwas hochnäsiger Mops, der sich selbst für etwas besseres hält. Trotzdem hat er sein Herz am rechten Fleck. Er zögert nämlich nicht, sich auf die Suche nach seinem Freund Colin zu begeben, als diesem vorgeworfen wird, den silbernen Teelöffel von Königin Victoria gestohlen zu haben (ein Lieblingsstück der Königin).

Da das Buch für Leser ab acht Jahren empfohlen wird, ist der Schreibstil eher einfach. Trotzdem ist man gleich in der Geschichte zuhause: Der Autorin gelingt es auch mit wenigen Worten sehr schnell, Sympathien für den kleinen Mops zu wecken. Als er das erste Mal den Palast verlässt, tut sich damit auch dem Leser ein Bild der Zeit auf, in der der Hund lebt.

Die liebevollen Zeichnungen und Illustrationen von Iacopo Bruno (siehe rechts) tragen das Ihre dazu, Groß und Klein für die Helden auf vier Beinen einzunehmen.

Einzig und allein der Schluss kam für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell, aber das das trübte meinen insgesamt sehr positiven Eindruck nicht wirklich ...

Es hat mir wirklich viel Spaß bereitet, Lord Gordon auf seinem Abenteuer zu begleiten - und es wäre schön, wenn es eines Tages eine Fortsetzung gäbe!

14. Juni 2017

SuBventur / 14.06.2017

Ausnahmsweise kommt meine SuBventur dieses Mal einen Tag früher als sonst. Aber anders schaffe ich es zeitlich im Juni einfach nicht ... Worum es bei der SuBventur genau geht, könnt ihr bei Janna und Kerstin auf KeJas-BlogBuch nachlesen.


Da es bis Mitte Mai so gut gelaufen ist, habe ich mir jetzt einmal erlaubt, wieder etwas großzügiger in Sachen Bib-Bücher zu sein, und habe mir einiges ausgeliehen. Rezensionsexemplar hatte ich aber immerhin nur eines. So weit, so gut.

Dementsprechend habe ich dieses Mal weniger Bücher vom SuB abgebaut als letztes Mal, aber das ist in Ordnung. Das nächste Zwischenziel - unter 40 Titel kommen - habe ich trotzdem geschafft.

SuBventur Stand 14.06.2017

Insgesamt: 38 (3 weniger seit dem Vormonat)



SuH / Stapel ungehörter Hörbücher

1. bis 12. George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 9 - 20 (in der Audible Ausgabe)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

13. Martina Richter - Mopsnacht
14. E.O. Chirovici - Das Buch der Spiegel
15. Nele Neuhaus - Im Wald
16. Mechtild Borrmann - Trümmerkind



SuB / Stapel ungelesener Bücher

17. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
18. Sarah J. Maas - Empire of Storms
19. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
20. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
21. Sebastian Fitzek - Das Paket
22. Sebastian Fitzek - Passagier 23
23. Dan Wells - Tötet uns alle
24. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
25. Nicholas Meyer - Sherlock Holmes und das Phantom der Oper
26. Edith Kneifl - Die Tote von Schönbrunn
27. Edith Kneifl - Totentanz im Stephansdom
28. Melanie Lahmer - Knochenfinder
29. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
30. Michelle Birkby - The House at Baker Street
31. Andreas Gruber - Jakob Rubinstein
32. Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht
33. Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt
34. Deborah Harkness - Das Buch der Nacht
35. Beate Maly - Tod am Semmering (NEU)



SuR / Stapel ungelesener Romanhefte

36. bis 38. Perry Rhodan Miniserie Terminus 1 - 3 (NEU)



Abgänge

Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 5
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 6
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 7

Vom SuB: Kendare Blake - Der schwarze Thron "Die Schwestern" (Rezension hier)
Vom SuB: Alexandra Fischer-Hunold - Lord Gordon
Vom SuB: Michelle Rowen - Level 6 "Unsterbliche Liebe"
Vom SuB: Ursula Poznanski - Schatten
Vom SuB: Andreas Gruber - Schwarze Dame
Vom SuB: Alex Gino - George
Vom SuB: Stefan Slupetzky - Polivka hat einen Traum (abgebrochen)
Vom SuB: Andreas Gruber - Die Engelsmühle



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Arthur Conan Doyle - Sherlock Holmes: The definitive Collection read by Stephen Fry
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 8

Vom SuB: Margaret Atwood - Der Report der Magd



Fazit / Erkenntnis

Nachdem ich jetzt einiges ausgeliehen habe und außerdem doch ein paar Neuzugänge zu verzeichnen habe, habe ich nicht erwartet, den Erfolg aus den letzten vier Wochen zu wiederholen. Natürlich hätte ich nicht in die Bücherei gehen müssen, aber ich hatte nicht so wirklich Lust auf das, was derzeit im Regal auf mich wartet - dort haben sich eindeutig zu viele Krimis angesammelt. Und bei aller Liebe zu Mord und Totschlag: Ein bisschen Abwechslung muss dazwischen einfach sein.

Ein positives Ereignis habe ich für mich aber auf jeden Fall zu verbuchen: Ich habe endlich angefangen, "Das Lied von Eis und Feuer" nach etwa acht Monaten Pause weiterzuhören. Aus dem einfachen Grund, weil ich grad wieder so richtig Lust aufs Hören habe, das nächste Guthaben von Audible aber erst Ende des Monats bekomme. Jetzt suchte ich regelrecht die Geschichte weiter ... Und bin schon gespannt, wann die ersten Abweichungen zur Serie kommen.

Nachdem ich mich jetzt dem Ende des zweiten englischen Buches nähere, kann ich auf jeden Fall auch schon sagen, dass mir die Bücher noch besser gefallen als die Serie. Für viele Details ist in der Serie einfach kein Platz, ich habe es gemerkt, als ich mir die ersten Folgen der ersten Staffel zum Vergleichen nochmal angesehen habe ... Trotzdem bin ich neugierig, was sich die Serienmacher für die siebte Staffel haben einfallen lassen, wenn wir schon nicht erfahren, wie es in den Büchern endet, können wir uns wenigstens im TV dem Ende nähern :).

10. Juni 2017

Juni ... Pause?

Keine Angst, der Titel bedeutet nicht, dass es komplett ruhig wird, aber ich werde aus verschiedenen Gründen in den nächsten drei Wochen hier etwas kürzer treten. Für euch heißt das, dass pro Woche nur noch ein Beitrag erscheinen wird statt wie bisher zwei.


Die SuBventur wird aus diesem Grund ausnahmsweise einen Tag früher - am 14. Juni - erscheinen und nicht wie gewohnt zur Monatsmitte. Ich schaffe es anders einfach nicht, die Alternative wäre nur, die SuBventur komplett ausfallen zu lassen und das wollte ich nicht :).

Aus diesem Grund muss leider auch einer der beiden geplanten Beiträge zu einer Blogparade entfallen, den ich ursprünglich in dieser Zeit eigentlich online stellen wollte. Tja, nicht immer geht es so, wie man es gern hätte ...

Wie es dieses Jahr im Sommer weitergeht, kann ich im Moment noch nicht einschätzen, aber mal sehen. Voriges Jahr habe ich ja während der Sommermonate bewusst weniger gebloggt, um die warme Jahreszeit so richtig genießen zu können. Lassen wir uns einfach überraschen ;).

6. Juni 2017

Rezension Mary E. Pearson - Das Herz des Verräters

"Das Herz des Verräters" ist der zweite Teil der "Remnant Chronicles"-Trilogie. Sorry, dass ich den englischen Titel verwende, aber die deutsche Formulierung "Die Chroniken der Verbliebenen" finde ich im Vergleich eher sperrig ...

Wer den ersten Teil "Der Kuss der Lüge" noch nicht kennt, sollte hier eher nicht weiterlesen, da Spoiler auf die Handlung aus dem ersten Teil nicht ausbleiben werden ...

Zum Inhalt:


Lia ist die Gefangene des Königreichs Venda. Von Kaden verschleppt und vom Komizar gefangen gehalten, ist es nun an ihr, alle ihre Fähigkeiten inklusive ihrer Gabe zu nutzen, um am Leben zu bleiben und die Flucht vorzubereiten. Erschwert wird das dadurch, dass Rafe, ihre große Liebe, ebenfalls nach Venda verschleppt wird. Lia sieht sich gezwungen, ihre Gefühle geheimzuhalten und gleichzeitig auf Kaden zuzugehen ...

Meine Meinung:


Ich fand ja im Gegensatz zu vielen anderen den ersten Teil dieser Trilogie nur mäßig spannend. Die Autorin verzettelte sich für meinen Geschmack vor allem in der ersten Hälfte viel zu sehr in der Liebesgeschichte ... Daher war ich entschlossen, mir mein endgültiges Urteil erst nach dem zweiten Teil zu bilden, ob mich diese Geschichte fesseln könnte.

Im Vergleich zum ersten Teil haben wir hier allerdings eine Lia vor uns, die bereits durch ihre Erlebnisse gewachsen ist. Das naive Mädchen macht einer jungen Frau Platz, die sich bewusst ist, dass ihr Leben nur an einem seidenen Faden hängt. Die abwägen muss, was sie sagt und tut, um nicht unter die Räder zu kommen. Gleichzeitig ist sie gezwungen, ihre Gefühle für Rafe in der Öffentlichkeit geheimzuhalten, um sich und ihn zu schützen.

Auf der anderen Seite steht Kaden, der dem Komizar zu Diensten ist und für den zumindest anfangs Venda immer an erster Stelle steht. Seine bereits im ersten Teil angedeuteten Gefühle für Lia werden hier stärker und man kann gut mit ihm mitfühlen, in welchem Konflikt er sich befindet. Der Antagonist dieses Buch schließlich ist der Komizar, der Vendas Geschicke lenkt und der Lia für seine Ziele einspannen will.

Wer sich von diesem Band mehr Action als im ersten Band erwartet, wird herbe enttäuscht werden. Auch die Liebesgeschichte nimmt im Vergleich keinen großen Raum ein (Gott sei Dank). Stattdessen geht es um Politik, Gewalt, Freundschaften, Geheimnisse, Intrigen und die Manipulation der einzelnen Figuren. Die Beziehungen stehen definitiv im Vordergrund. Man lebt und lernt mit Lia, sich an das Leben in Venda anzupassen. Der Feind hat viele Gesichter, nicht nur die offensichtlichen - das muss Lia im Verlauf der Geschichte mehr als einmal lernen.

Gerade deswegen gefiel mir dieses Buch aber deutlich besser als der erste Teil. Der Fokus rückt ab von den Gefühlen der Helden. Stattdessen werden jede Menge neuer Fragen gestellt, die neugierig machen. Was beispielsweise hat der Komizar vor? Inwiefern sind Lia, Kaden und Rafe davon betroffen? Welche Rolle spielt der Kanzler von Morrighan, der ja schon in Band 1 sehr undurchsichtig dargestellt wurde? Manche dieser Fragen werden beantwortet, einige bleiben offen ...

Wie schon in Teil eins zeigt Pearson auch hier, dass sie gut schreiben kann. Die Seiten flogen nur so dahin - und hier hatte ich nicht wirklich das Gefühl, mit Längen konfrontiert zu werden. Im Gegenteil, die Autorin konnte die Spannung für mich deutlich besser halten als noch in "Der Kuss der Lüge", auch wenn sie eher subtil eingesetzt wird.

Das Ende beinhaltet wieder einen Cliffhanger, der in meinen Augen deutlich schlimmer ausfällt als in Teil 1 - wenn nicht das allerletzte Kapitel wäre. Das nahm das gefühlte "Mir bleibt das Herz stehen" dann doch wieder heraus 😅 ...

Mein Fazit:


"Das Herz des Verräters" hat mir im Vergleich zu Teil eins deutlich besser gefallen, da der Fokus der Geschichte sich endlich auf die Dinge konzentriert, die in "Kuss der Lüge" nur angedeutet wurden. Politik, Intrigen, Gewalt sind in Venda an der Tagesordnung - und bringen die Geschichte auf ein neues, interessanteres Level als bisher.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 527 Seiten
  • Bastei Entertainment
  • 978-3732540808

1. Juni 2017

Tops & Flops / 05.2017

Im Vergleich zum April ist der Mai deutlich besser gelaufen. Vor allem an den Wochenenden hatte ich dieses Mal gut Zeit, an meinem SuB zu arbeiten, Neuzugänge dabei aber trotzdem nicht zu vernachlässigen. Juhu!


Daher war ich auch so frei, mir wieder einige Bücher aus der Bücherei zu holen, auf die ich wirklich neugierig war :). In Folge hatte ich allerdings ein paar Probleme, mich zu entscheiden, welche Bücher ich - positiv wie negativ - aufs Stockerl stellen wollte ...

Top des Monats: Gelesenes

Beim Top-Titel habe ich mich schlussendlich für ein Buch von meinem SuB entschieden, dass dort für meinen Geschmack auch schon wieder viel zu lang sein Dasein gefristet hat. "Schatten" ist der vierte Teil der Erwachsenen-Krimi-Reihe um das Duo Kaspary /Wenninger, das Poznanski in Salzburg ermitteln lässt.


Im Gegensatz zu den früheren Büchern würde ich hier allerdings schon empfehlen, dieses Buch erst zu lesen, wenn man bereits die anderen Teile "Fünf", "Blinde Vögel" und "Stimmen" kennt. Warum? Bei einigen Details baut die Autorin auf Dingen auf, die der Leser über Beatrice Kaspary in den früheren Büchern gelernt hat.

Ich denke jetzt nicht, dass man das Buch ohne Vorkenntnisse nicht genauso verstehen wird, aber die echte, nervenzerfetzende Spannung kommt sicher noch besser auf, wenn man die Vorgänger kennt. Und ich spreche eine kleine Warnung aus: Nach dem ersten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen, also am besten viel Zeit haben, wenn man das Buch anfängt!

Top des Monats: Gehörtes

Verglichen mit dem April habe ich im Mai auch endlich wieder etwas Zeit gefunden, Hörbücher zu hören. Schätze, es ist mir gelungen, mich selbst aus meiner Hörflaute zu ziehen :). Weil es mich gereizt hat, habe ich die Reihe von Dietrich Faber weiterverfolgt. Band 2 und 3 habe ich jetzt also innerhalb der letzten vier Wochen gehört.


Kam mir die Lesegeschwindigkeit von Faber (Ja, er liest seine Bücher selbst!) anfangs eher etwas langsam vor, hatte ich mich im dritten Band doch daran gewöhnt. Dieser dritte Band, den ich hier abgebildet habe, hat mir bis jetzt auch am besten gefallen - aber gut, Nummer vier kenne ich ja (noch) nicht ;).

Flop des Monats

Ein wenig nachdenken musste ich für den Mai auch beim Flop-Titel. Am Ende entschied ich mich für das Buch, das in meinen Augen inhaltlich mehr enttäuschte. Seit gewissen New Adult- und Erotik-Romanen reagiere ich recht empfindlich, fast schon allergisch auf Bücher, die mir die große Liebe verkaufen wollen, obwohl der männliche Protagonist permanent dafür sorgt, dass man eigentlich nur die Flucht ergreifen sollte ...

"Dark Heroine" war seinerzeit ein Buch, das auf meiner Wunschliste und in Folge auf meinem SuB landete, weil es so viele positive Bewertungen bekam ... Ach, hätte ich doch vorher die negativen Meinungen gelesen, dann wäre ich wohl weniger blauäugig gewesen.


In diesem Fall ist der Bad Boy ein Vampir, der die Heldin am Anfang entführt und dann gegen ihren Willen an einem geheimen Ort festhält. Etwas Positives gibt es immerhin zu vermelden: Die Vampire sind hier alles andere als Faserschmeichler, ganz im Gegenteil. An einigen Stellen fließt verdammt viel Blut - das ließ mich nach einer gewissen Zeit mehr als einmal an das Stockholm-Syndrom denken ... Nach dem Motto: Welches normale Mädchen kann sich bloß in einen solchen Typen verlieben??

Dazu kommt, dass sich die Autorin in meinen Augen einige Male ganz gewaltig in ihrer Geschichte verzettelt, sodass ich bei diesen mehr als 600 Seiten irgendwann tatsächlich nur noch zu einem Ende kommen wollte. Und obwohl "Dark Heroine" eigentlich der erste Teil einer Dilogie ist, bin ich mir sehr, sehr sicher, dass ich hier tadellos weiterleben kann, ohne den zweiten Teil zu kennen.

28. Mai 2017

Blogparade: Starke Frauen

Nomnivor hat vor einiger Zeit zu einer Blogparade zum Thema "Starke Frauen" aufgerufen. Was für eine tolle Idee! Denn nach der recht heftigen Diskussion um Pseudo-Liebesromane und das Frauenbild, das in diesen Büchern gezeichnet wird, reizte es mich schon sehr, darüber nachzudenken, ob es nicht auch Romane gibt, in denen Frauen anders dargestellt werden ...


Worum geht es in dieser Blogparade? Der Einfachheit halber zitiere ich einfach mal aus dem Blog:

Schreibt einen Blogpost über (bis zu) 10 Bücher mit starken Frauen darin. Wenn ihr nur über eine einzige Protagonistin schreiben wollt, ist das ebenfalls in Ordnung. Ihr könnt auch Nebencharaktere nennen. Schreibt, warum ihr gerade diese Frau so stark findet. Alle Genres sind erlaubt.

Als ich mit diesem Beitrag angefangen habe, war ich mir nicht sicher, ob ich zehn Charaktere finden würde ... Aber: Herausforderung angenommen! Also durchforstete ich meine gelesenen Bücher online, schaute mein Regal daheim durch und überlegte auch sonst, was zu dem Thema passen würde.

Ich beschränke mich jetzt ausschließlich auf fiktive Figuren, denn man könnte mit entsprechenden Sachbüchern über bekannte Frauenpersönlichkeiten wahrscheinlich noch einen extra Beitrag füllen (Waris Dirie, Malala, Margaret Thatcher etc.).



Autorin: Kristin Hannah
Titel: Die Nachtigall

Klappentext:
Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.

Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?

In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.


"Die Nachtigall" war nicht umsonst mein Jahreshighlight 2016. Ein Buch, in das ich so gut eintauchen konnte wie selten in eines. Vianne und Isabelle sind zwei sehr unterschiedliche Frauen, die beide auf ihre Weise im Krieg einen Weg finden, um zu überleben und diejenigen zu retten, an denen ihnen etwas liegt. Die beiden Heldinnen sind zwar erfunden, die Autorin betont aber, dass sie sich an geschichtlichen Vorbildern bei der Schaffung ihrer Figuren orientiert hat. Ein in meinen Augen ein sehr wichtiger Roman, der ein Kapitel (Frauen)Geschichte beleuchtet, das oft zu kurz kommt ...



Autor: George R.R. Martin
Titel: Das Lied von Eis und Feuer

Klappentext:
Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. 


Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

Schätze, hier wundert sich niemand, wenn ich diese Reihe nenne, oder? Aber die weiblichen Charaktere, die Martin hier geschaffen hat, sind wohl aufgrund ihrer unterschiedlichen Art fast einzigartig. Angefangen bei der schüchternen Dany, die sich im Lauf der Geschichte zu einer echten Königin mausert, über die intrigante und machtversessene Cersei bis hin zu den weiblichen Starks - jede wächst auf ihre Art und Weise an den Ereignissen, in die sie verwickelt wird. Noch ist zwar nicht absehbar, wer wirklich lebend aus dem Ganzen hervorgehen wird, aber es bleibt spannend :).



Autorin: Kerry Drewery
Titel: Marthas Widerstand

Klappentext:
Im Zweifel gegen die Angeklagte.

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in eine kleinere Zelle verlegt wird. Die siebte und letzte Zelle ist klaustrophobisch klein, und genauso klein sind Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will ...

Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert. Um dem Volk zu zeigen, dass es nicht in einer perfekten Demokratie lebt, sondern von den Machthabern perfide manipuliert wird? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem viel mehr als ein einzelnes Menschenleben auf dem Spiel steht ...

Spannende Mischung aus Thriller und Dystopie rund um ein packendes Gedankenspiel: Was wäre, wenn nur noch über Fernsehvotings Recht gesprochen würde?


Das Buch habe ich erst vor kurzem gelesen, war aber sehr beeindruckt, endlich mal eine Heldin zu finden, die so erfrischend anders ist als das, was einem derzeit im Dystopie-Genre vorgesetzt wird. Martha stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen, lässt sich aber trotzdem kein X für ein U vormachen. Sie ist nicht unbedingt eine Kämpfernatur, nutzt aber ihren Verstand, um ihren Lieben zu helfen. Und es gelingt ihr dabei, Mitstreiter zu finden, die sie dabei unterstützen wollen, das korrupte System zu Fall zu bringen.



Autorin: Donna W. Cross
Titel: Die Päpstin

Klappentext:
Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. 

Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. 

Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes - wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.

Egal ob der Roman nun wahre Tatsachen erzählt oder nicht: Er zeigt schön, dass es immer wieder Frauen in der Geschichte gab, die sich mit dem ihnen vorbestimmten Leben nicht abfinden wollten. Leider pass(t)en sie nicht in das männlich dominierte Weltbild bzw. in die entsprechende Geschichtsschreibung, weswegen viele Frauen erst heute aus dem Dunkel des Vergessens befreit werden. Johanna ist in meinen Augen jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, was Frauen erreichen können, wenn sie es nur wollen.



Autor: Arthur Golden
Titel: Die Geisha

Klappentext:
Nach dem Tod ihrer Mutter wird Chiyo in ein Geisha-Haus nach Kyoto verkauft. Nach leidvollen Lehrjahren wird sie in die hermetische Gesellschaft der Geisha aufgenommen und ist bald die begehrteste und mächtigste von allen. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach jahrelangen Wirren und dem Untergang der alten Geisha-Kultur gegen Ende des verlorenen Zweiten Weltkrieges.

Arthur Golden öffnet die Tür zu einer geheimnisvollen Welt und läßt den Fremden etwas spüren von jenen gefährlich-schönen und machtvoll stilisierten gleichwohl versklavten Frauen, wie es sie in dieser Art und Weise nur in Japan gab.

Der Roman ist schon vor ein paar Jahren erschienen und wurde dann auch verfilmt. Man kann jetzt dahingestellt lassen, ob sich Sayuri - so wird sie dann als Geisha genannt - aus eigener Kraft befreien kann oder erst der Krieg dazu führt, ihr eigenes Leben zu führen. Trotzdem merkt man ihr schon als Kind an, dass sie nicht bereit ist, sich von der intriganten Geisha des Hauses Hatsumomo unterkriegen zu lassen ... Der Krieg sorgt schließlich dafür, dass sie dieses Kapitel ihres Lebens hinter sich lassen und sich auf das konzentrieren kann, was sie wirklich möchte.



Autorin: Annelie Wendeberg
Titel: Teufelsgrinsen

Klappentext:
In einer Zeit, in der nur Männer an Universitäten zugelassen sind, schneidet sich Anna Kronberg die Haare ab, zieht Hosen an und studiert Medizin. Als angesehener Arzt Dr. Anton Kronberg gerät sie in das Zentrum einer monströsen Verschwörung – und selbst in tödliche Gefahr, der sie nur mithilfe ihres scharfen Verstandes und dem Beistand von Sherlock Holmes, entkommen kann.


London, Ende des 19. Jahrhunderts, eine Stadt, die regelmäßig von Seuchen heimgesucht wird; Zehntausende leben in bitterster Armut. Im Londoner Wasserwerk wird ein Cholera-Opfer entdeckt. Dr. Anton Kronberg, Englands führender Epidemiologe, wird hinzugezogen und findet heraus, dass der Tote absichtlich mit tödlichen Bakterien infiziert wurde. 


Während Scotland Yard den Fall nur halbherzig verfolgt, begegnet Kronberg dem beratenden Detektiv Sherlock Holmes. Er entdeckt im Handumdrehen Kronbergs Geheimnis und Identität. Im Gegenzug beginnt Anna – sehr zu dessen Verdruss – Holmes’ kompliziertes Innenleben zu analysieren. Doch die beiden ungleichen und intellektuell ebenbürtigen Partner müssen sich zusammentun, um eine Verschwörung aufzudecken, die so monströs ist, dass sie die Taten von Jack the Ripper in den Schatten stellt ...

Schon Arthur Conan Doyle schuf mit Irene Adler eine Frau, der es gelang, Sherlock Holmes auszutricksen. Wendeberg geht hier allerdings noch einen Schritt weiter und lässt Holmes auf eine Frau treffen, die ihn aktiv bei seinen Untersuchungen unterstützt.

"Teufelsgrinsen" ist übrigens der Auftakt zu einer Trilogie, in dessen Verlauf Anna auch auf Moriarty trifft - und dann geht es erst so richtig los :). Unbedingt lesen, wenn man Sherlock und starke Frauenfiguren mag!



Autorin: Nikola Hahn
Titel: Die Detektivin

Klappentext:
Frankfurt am Main, 1882: "Glashaus" nennen die Kinder die Orangerie, die Dr. Könitz seiner Frau vor vielen Jahren als Hochzeitsgeschenk bauen ließ. Dass das imposante Gebäude nicht nur der Lieblingsplatz von Sophia Könitz ist, sondern ein schreckliches Geheimnis birgt, ahnt niemand, als nach einem fröhlichen Volksfest die 15-jährige Dienstmagd Emilie verschwindet.

Während der preußische Kriminalkommissar Richard Biddling von einem Vermisstenfall ausgeht, ist Victoria, die Nichte von Dr. Könitz, die zum Entsetzen ihrer Mutter lieber Mordgeschichten von Edgar Allan Poe und Abhandlungen über Leichenerscheinungen liest, statt sich Klavierspiel und Stickarbeiten zu widmen, davon überzeugt, dass Emilie eines gewaltsamen Todes gestorben ist.

Als unter mysteriösen Umständen eine Frauenleiche aus dem Main geländet wird, führen die Spuren plötzlich in die Vergangenheit: Gibt es eine Verbindung zwischen der unbekannten Toten, dem verschwundenen Dienstmädchen und den grausamen Taten des »Stadtwaldwürgers«, der vor zehn Jahren in Frankfurt sein Unwesen trieb und nie gefasst werden konnte? Warum weigern sich Dr. Könitz und seine Frau, über einen Unfall zu sprechen, den Victorias Schwester im Glashaus hatte? Und was sind das für geheimnisvolle Stimmen, die nachts im Garten zu hören sind? Ein blutiger Fingerabdruck scheint auf die richtige Fährte zu führen, aber niemand außer Victoria erkennt, welche entsetzliche Geschichte diese Spur erzählt.

Ich lese eigentlich selten historische Romane aus dieser Zeit, aber dieses Buch hat deutlich mehr zu bieten als das, was man in einem historischen Krimi gewöhnlich findet. Der Autorin gelingt es, sowohl das alte Frankfurt mit seinen alten Häusern und verwinkelten Gässchen wiederauferstehen zu lassen als auch eine interessante Frauenfigur zu schaffen, die sich nicht mit den vorherrschenden gesellschaftlichen Regeln abfinden will und ihre eigenen Wege geht.



Autorin: Sarah J. Maas
Titel: Throne of Glass

Klappentext:
Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. 


Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

Sarah J. Maas hat mit ihrer Throne of Glass-Reihe eine Fantasy-Heldin geschaffen, die so ganz anders ist als viele Figuren, die derzeit im Jugendbuch-Bereich beliebt sind. Celaena ist eine Kämpferin, die sich nichts gefallen lässt - und das bekommen ihre Gegner auch zu spüren. Darüber hinaus ist sie aber auch eine junge Frau, die sich verliebt und für ihre Freunde einsteht.

Zugegeben: Die Autorin liebt ihre Serie und steuert mittlerweile auf den siebten Band zu, aber mit jedem Band dringt man weiter in die Welt von Erilea vor und lernt Celaena immer wieder von einer neuen Seite kennen.



Autor: Andreas Gruber
Titel: Todesfrist

Klappentext:
Ein Serienmörder treibt sein Unwesen – und ein altes Kinderbuch dient ihm als grausame Inspiration.

"Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie." Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. 


Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen ...

"Todesfrist" ist der erste Teil der erfolgreichen Todes-Reihe von Andreas Gruber. Und auch wenn die meisten die Bücher vor allem wegen seines misanthropischen männlichen Ermittlers Sneijder lieben, ist mir auch seine Partnerin Sabine Nemez mittlerweile sehr ans Herz gewachsen.

Gerade im ersten Teil muss sie gleich mit einem ziemlichen Verlust fertig werden, sie verzweifelt darüber aber nicht, ganz im Gegenteil. Im Verlauf der Geschichte gelingt ihr sogar, was die meisten Menschen in Sneijders Umfeld nicht schaffen: von ihm respektiert zu werden und mit ihm zusammen herauszufinden, wer für die Morde verantwortlich ist.



Autor: Alexandre Dumas
Titel: Die drei Musketiere

Klappentext:
Im Jahre 1625 verlässt der junge, aus verarmtem Landadel stammende d´Artagnan seine gascognische Heimat und zieht nach Paris, um sich in den Dienst König Ludwigs XIII. zu stellen. In dessen Garde schließt er Freundschaft mit den drei unzertrennlichen Musketieren Athos, Porthos und Aramis. Gemeinsam bestehen sie im Kampf gegen den machthungrigen Kardinal Richelieu gefährliche Abenteuer. Als die Ehre der Königin durch eine infame Intrige des Kardinals und der teuflischen Lady Winter bedroht wird, stehen die Helden vor ihrer schwierigsten Aufgabe.

Der Roman, 1844 in Frankreich zunächst in Fortsetzungen erschienen, wurde zu einem Welterfolg. Zahlreiche Vertonungen, Fernsehserien und Verfilmungen zeugen vom zeitlosen Charme dieses populären Werks.


Ganz ohne Klassiker geht es nicht :). Und auch wenn die starke Frau hier nur eine Nebenrolle hat, habe ich sie doch immer bewundert: Lady de Winter. Diese geheimnisvolle Frau, die für den Kardinal arbeitet, damit also auf Seiten des Feindes steht, die aber trotzdem genau weiß, was sie will und wie sie es bekommt. Eine Figur mit Geheimnissen, die sich nicht in die Karten schauen lässt und die ihre eigenen Ziele verfolgt.

Moderne Verfilmungen haben aus ihr auch gern eine liebende Frau und eine Kämpferin gemacht (Ich denke da gerne an Milla Jovovich oder Rebecca de Mornay), sie ist also definitiv jemand, dessen Charakter nicht so eindeutig ist, was Platz für jede Menge Interpretation lässt.

24. Mai 2017

Rezension Kendare Blake - Der schwarze Thron "Die Schwestern"

Wer nur ein klein bisschen in den letzten Wochen in den sozialen Netzwerken unterwegs war, konnte an diesem Buch eigentlich nicht vorbei kommen. Eine ausgedehnte Bloggeraktion hat dafür gesorgt, dass das Buch einen guten Monat vor dem Erscheinunsdatum der Print-Ausgabe fast täglich im Gespräch war ... Grund genug, um es im Rahmen einer #BBFliest Leserunde ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen :).

Zum Inhalt:


Auf der Insel Fennbirn wachsen die Drillinge Arsinoe, Katharine und Mirabella getrennt voneinander auf. Jede der drei hat eine bestimmte Gabe, die sie bis zu ihrem sechzehnten Geburtstag perfektionieren muss. Der Grund dafür ist, dass nur eine von ihnen Herrscherin der Insel werden kann - und dazu ihre beiden Schwestern töten muss ...

Meine Meinung:


Ich gebe zu, dass meine Erwartungen trotz des Werbedauerfeuers nicht besonders hoch waren. Warum? Weil ich mir im Vorfeld einige der Rezensionen auf Goodreads zu diesem ersten Teil einer Tetralogie durchgelesen habe. Dort konnte man sich ein recht gutes Bild machen, was einen erwarten würde. Trotzdem habe ich der Leserunde zugestimmt, weil sich die Geschichte eigentlich interessant anhörte und wer weiß? Ich freue mich immer darüber, positiv überrascht zu werden.

Der Anfang war auch wirklich stark, wow! Was Katharine da als Angehörige des Giftmischer-Clans mitmachen muss, ist schon ziemlich starker Tobak, mit dem ich nicht unbedingt gerechnet hatte. Schon gar nicht in einem Jugendbuch ... Die ersten 60 Seiten flogen damit nur so dahin - aber dann: der große Dämpfer!

Was wirklich spannend begonnen hatte, entwickelte sich zu einem sanften Dahinplätschern, das mit der Zeit immer langweiliger wurde. Jede der drei zukünftigen Königinnen wird mit ihrem Umfeld ausführlich vorgestellt - und auch der Liebe wird ein sehr, sehr großes Feld eingeräumt. Das nahm mir leider nach dem starken Anfang recht schnell die Spannung raus und ich fragte mich immer öfter, wo denn die vielbeworbene düstere Atmosphäre geblieben wäre ... Stattdessen bekam ich viel (Liebes)Geplänkel, einen Hauch Sex, ein kleines bisschen Intrigen - und das war's auch schon.

Beworben wird das Buch außerdem mit dem Etikett "High Fantasy". Auch wenn ich nun nicht die große Fantasy-Leserin bin, bin ich mir nicht sicher, ob diese Geschichte wirklich High Fantasy entspricht. Dafür tauchen einfach viel zu viele "irdische" Dinge auf, beispielsweise wird Champagner getrunken, sehr reale Tiere wie Mittelmeerskorpione, Korallenottern oder Pumas werden immer wieder erwähnt.

Überhaupt hatte ich beim Lesen immer wieder Probleme, die Geschichte einzuordnen. Sowohl indianische, keltische als auch französische Kultur-Eigenheiten werden bunt miteinander vermischt, bis ich mich am Ende gefragt habe, bei welchen Vorbildern sich die Autorin nicht bedient hat. Beltane, die Göttin und die Insel, die im Nebel liegt, erinnerten mich beispielsweise an vielen Stellen an Marion Zimmer-Bradleys Avalon-Reihe ...

Der recht einfache Schreibstil ist im Präsens gehalten, was für einen Fantasy-Roman doch eher ungewöhnlich ist. Die Perspektive wächselt dabei immer wieder zwischen den Erlebnissen der drei Mädchen hin und her. Die Erzählweise in der dritten Person habe ich anfangs begrüßt, später allerdings nicht mehr, da sie mehr und mehr verhinderte, dass ich eine engere Beziehung zu den Mädchen aufbauen konnte.

Keine der drei wuchs mir beim Lesen wirklich ans Herz, die Nebenfiguren blieben bis auf einige wenige sehr blaß. Daher hatte ich auch immer wieder Schwierigkeiten, einige der Namen entsprechend zuzuordnen - was mir normalerweise eigentlich nach dem ersten Drittel eines Romans nicht mehr passiert.

Dies führte leider auch dazu, dass mich das Buch im letzten Viertel, wo es tatsächlich wieder etwas spannender wurde, überhaupt nicht mehr abholen konnte. Selbstverständlich endet das Buch mit einem Cliffhanger, der von der Art her einem Buch des New Adult-Genres entnommen sein könnte: Rasch eingeleitet, wirft er eben mal einiges über den Haufen - und dann Ende, um den Leser zu animieren, sich auch den nächsten Band zu kaufen.

"Der schwarze Thron" ist für mich somit der klassische Fall einer Mogelpackung, ein Buch, das mehr verspricht, als es halten kann. Vielleicht schafft es die Autorin, in den kommenden Romanen dieses Versprechen einzulösen - im Moment sieht es aber nicht so danach aus, als ob ich die drei Königinnen weiter auf ihrer Reise begleiten werde.

Mein Fazit:


Ich habe mir definitiv mehr von diesem Buch erwartet. Die Inhaltsangabe verspricht einen düsteren und spannenden Fantasy-Roman, der Leser bekommt aber die meiste Zeit etwas ganz anderes vorgesetzt. So ist "Die Schwestern" bestenfalls als Vorgeschichte, als Auftakt zu sehen zu dem, was vielleicht in den drei Folgebänden noch kommen wird ...

  • ★★★★★
  • Paperback, Klappenbroschur
  • 448 Seiten
  • Penhaligon
  • 978-3764531447

19. Mai 2017

Vom SuB befreit: Toter geht's nicht

Und wieder möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, das schon eine Weile sein Dasein auf meinem SuB gefristet hat, ohne dass ich es geschafft hätte, es zu lesen ...


Eigentlich habe ich um den Jahreswechsel herum schon einmal einen Anlauf genommen, aber es sollte damals wohl nicht sein :).

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

"Toter geht's nicht" von Dietrich Faber. Das Buch ist der erste Teil einer Reihe, von der es aktuell vier Bücher gibt, ein fünfter Band ist für dieses Jahr angekündigt. Den Autor selbst dürften einige wohl auch durch seine Kabarattprogramme kennen, mir war er allerdings bisher unbekannt ...

Klappentext:
Irgendwann ist Sense!

Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod.

Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern. Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Frondienste in der Kindertagesstätte «Schlumpfloch».

Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager "Lass uns fummeln, Pummel" zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zum depressiven Sohn des Toten, zu schrecklichen Comedy-Galas, jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna und am Ende zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale.

Der Buchtrailer ist übrigens auch sehr nett gemacht, den kann ich euch wirklich empfehlen :) ...



2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Das Buch fand seinerzeit seinen Weg als Geschenk zu mir. So nach dem Motto: "Lies das, das wird dir gefallen". Nachdem ich aber in der richtigen Stimmung für einen Regiokrimi sein muss, machte es sich das Buch erst einmal auf meinem SuB gemütlich ...

Einen ersten Anlauf habe ich - wie bereits erwähnt - schon zu Beginn dieses Jahres genommen, dann kamen aber andere Bücher (mehrere Rezi-Ex) dazwischen, die zuerst gelesen werden mussten / sollten / wollten.

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Gute Frage. Challenge war dieses Mal keine dafür ausschlaggebend, aber ich hatte Lust auf etwas Kurzes und Lustiges - und die ersten dreißig Seiten ließen sich schon beim ersten Mal gut lesen!

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Vordergründig ist das Buch ein Krimi. Ein Kommissar, ein Toter und die Frage "Wer hat's getan" - das sind die klassischen Zutaten. Was man allerdings nicht tun sollte, ist, mit zu hohen Erwartungen an den Krimi-Anteil in diesem Buch heranzugehen. Als reinen Krimi gibt es bestimmt bessere Bücher.

Die Stärke dieses Buch sehe ich persönlich in der Fähigkeit des Autors, "dem Volk aufs Maul g'schaut" auf unterhaltsame Weise umzusetzen. Er beherrscht es meisterlich, menschliches Verhalten zu charakterisieren und ein klein wenig zu übertreiben. Daraus ergeben sich viele kleine Szenen, die zur Aufklärung des Krimis zwar eher wenig beitragen, die nichtsdestotrotz aber wirklich mit einem Grinsen im Gesicht zu genießen sind.

Fabers Held Bröhmann ist außerdem endlich mal ein ganz normaler Held, einer, der Probleme mit seiner Familie hat (Als ob seine Teenie-Tochter nicht schon anstrengend genug wäre, verlässt ihn auch noch seine Frau), der eigentlich gar nicht unbedingt Polizist sein will (es aber nur seinem Vater zuliebe geworden ist) und dem daher der Tote beim Karneval eher ungelegen kommt.

Ein weiterer Pluspunkt stellt der Dialekt dar: Es ist am Anfang zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, den hessischen Dialekt vor sich geschrieben zu sehen, aber man gewöhnt sich dran - und mit der Zeit macht es wirklich Spaß. Wer es also wirklich richtig schön mit Lokalkolorit mag: "Toter geht's nicht" ist dafür genau das Richtige!

Ich habe mir außerdem sagen lassen, dass die Hörbücher hier ebenfalls sehr zu empfehlen sind, weil dadurch der Dialekt noch besser wirkt. Das werde ich nun mit dem zweiten Teil der Reihe - "Der Tod macht Schule" - nachprüfen :).

15. Mai 2017

SuBventur / 15.05.2017

Die nächste SuBventur steht an. Irgendwie ist es ja ganz interessant, mal ganz genau aufzuzeichnen, welche Bücher neu dazukommen und welche man weggelesen hat. Denn: Man hinterfragt seine Lesegewohnheiten doch etwas mehr, wenn man in einer Spreadsheets-Liste sieht, was es bedeutet, dass die Zahl der Ungelesenen wieder in die Höhe geht ... Worum es bei der SuBventur genau geht, könnt ihr bei Janna und Kerstin auf KeJas-BlogBuch nachlesen.


Vor genau vier Wochen ist die letzte Liste online gegangen. Was hat sich in der Zwischenzeit geändert? Einige Neuzugänge hatte ich wieder zu verzeichnen, gleichzeitig hat es aber zumindest nur ein neues Rezensionsexemplar gegeben - juhu!

Ich habe dieses Mal auch nur ein Buch aus der Bücherei geholt, weil ich mir vorgenommen hatte, das nächste Zwischenziel - auf unter 50 Titel kommen - zu erreichen. Leute, ich sag es euch, Zwischenziele sind super! Und vor allem leichter erreichbar als das Gesamtziel :).

SuBventur Stand 15.05.2017

Insgesamt: 41 (10 weniger seit dem Vormonat)



SuH / Stapel ungehörter Hörbücher

1. bis 16. George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 5 - 20 (in der Audible Ausgabe)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

17. Martina Richter - Mopsnacht
18. E.O. Chirovici - Das Buch der Spiegel
19. Nele Neuhaus - Im Wald
20. Mechtild Borrmann - Trümmerkind



SuB / Stapel ungelesener Bücher

21. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
22. Sarah J. Maas - Empire of Storms
23. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
24. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
25. Sebastian Fitzek - Das Paket
26. Sebastian Fitzek - Passagier 23
27. Dan Wells - Tötet uns alle
28. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
29. Nicholas Meyer - Sherlock Holmes und das Phantom der Oper
30. Edith Kneifl - Die Tote von Schönbrunn
31. Edith Kneifl - Totentanz im Stephansdom
32. Melanie Lahmer - Knochenfinder
33. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
34. Michelle Birkby - The House at Baker Street
35. Andreas Gruber - Jakob Rubinstein
36. Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht (NEU)
37. Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt (NEU)
38. Deborah Harkness - Das Buch der Nacht (NEU)
39. Michelle Rowen - Level 6 "Unsterbliche Liebe" (NEU)
40. Alexandra Fischer-Hunold - Lord Gordon. Ein Mops in königlicher Mission (NEU)
41. Ursula Poznanski - Schatten (NEU)



Abgänge

Vom SuB: Karl Olsberg - Mirror (Buchvorstellung hier)
Vom SuB: Egyd Gstättner - Karl Kraus lernt Dummdeutsch
Vom SuB: Sarah J. Maas - Königin der Finsternis
Vom SuB: Abigail Gibbs - Dark Heroine
Vom SuB: Dietrich Faber - Toter geht's nicht
Vom SuB: Steven Moffat - Sherlock: Ein Fall in Pink

Vom SuE: Nadine Erdmann - CyberWorld 4.0
Vom SuE: Renée Ahdieh - Rache und Rosenblüte (Rezension hier)

Vom SuR: Perry Rhodan Miniserie Arkon Bd. 1 bis 12



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Arthur Conan Doyle - Sherlock Holmes: The definitive Collection read by Stephen Fry

Vom SuB: Kendare Blake - Der schwarze Thron 1 "Die Schwestern"



Fazit / Erkenntnis

Auf den ersten Blick liest sich das jetzt ganz schön toll, gar keine Frage. Ich muss aber fairerweise einräumen, dass sich Romanhefte schon etwas schneller weglesen lassen als normale Romane. Wobei ich festgestellt habe, dass es wirklich richtig Spaß gemacht hat, die Perry Rhodan-Hefte in den letzten fünf Tagen wegzusuchten :).

Einzig und allein mit meinem Hörbuch-Konsum bin ich im Moment nicht so wirklich zufrieden ... Es will im Moment nicht so recht, kann man auch so etwas wie eine Hörflaute haben? Ich habe in der Zwischenzeit sogar schon zwei Guthaben bei Audible angesammelt, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was ich aussuchen sollte ... Und das, obwohl ja auch noch immer "Das Lied von Eis und Feuer" auf mich wartet.

12. Mai 2017

The Versatile Blogger Award

Janna und Kerstin von KeJas-Blogbuch haben mich für einen Blogger Award nominiert. Vielen Dank euch beiden!


Im Gegensatz zu vielen anderen Tags und Awards geht es hier nicht darum, Fragen zu beantworten, sondern selbst kreativ zu werden. Die Regeln sind daher ziemlich einfach:

  1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
  2. Verrate 7 Fakten über dich
  3. Nominiere andere Blogger

Welche Fakten das sind, kann sich jeder selbst aussuchen. Daher kann auch jeder schreiben, was er möchte :).



Fakt 1 - Sand

Ich sammle Sand in kleinen Marmelade- und Honiggläsern. Das hat bei einem Urlaub vor gut 25 Jahren angefangen, als ich das erste Mal Sand in anderen Farben als dem üblichen Gelbbraun gesehen habe. Ich fand das damals so faszinierend, dass ich unbedingt davon etwas aufheben wollte. Mittlerweile hat sich das fast ein bisschen verselbständigt, weil ich Sand auch als Urlaubsmitbringsel von anderen Leuten geschenkt bekomme :).

Und es ist faszinierend, denn auch wenn sich Sand häufig ähnelt, ist doch keiner wie der andere ... Mal sind die Körner feiner, mal gröber, mal sind Muschelschalen, Korallen oder ähnliches darin (Ich habe sogar ein Glas, da ist der Sand leicht rosa!). Und auch das Farbspektrum finde ich toll. Angefangen bei weiß über beige, gelb, braun, ocker, rot, rotbraun bis zu schwarz habe ich schon alles gesehen. Wenn ihr euch fragt, wie Sand schwarz sein kann: Das ist Sand von Vulkaninseln :).



Fakt 2 - Sport

Ja, ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage: Ich mag Sport nicht besonders. Möglicherweise ist das ein Überbleibsel aus der Schulzeit, wo eigentlich keiner von uns wirklich Freude an dem Fach "Leibesübungen" hatte (Jaaaa, bei uns hieß das noch so) ... Ich habe heute nur noch ein paar undeutliche Erinnerungen an Geräteturnen, jede Menge Ballspiele (Basketball, Handball, Volleyball und was weiß ich noch alles, wo ich mir immer die Finger verstaucht habe, weil ich nicht ordentlich fangen konnte) und etliche Laufrunden im Turnsaal, wo ich entweder a) Seitenstechen, b) schmerzende Füße (Laufen mit dünnen Stoffschuhen auf Parkett ist nicht das Wahre!) oder c) beides hatte.

Heute habe ich das Problem, dass ich noch keinen Sport gefunden habe, der mich langfristig begeistern kann. Ich habe schon einiges ausprobiert, aber irgendwie war noch nie etwas dabei, dem ich länger als ein paar Monate etwas abgewinnen konnte. Hängt aber wahrscheinlich auch mit der Tatsache zusammen, dass ich ein Mensch bin, der es hasst zu schwitzen. Und Sport und schwitzen - da gibt es nicht viel, wo einem das nicht passiert.



Fakt 3 - Yoga

Ja, ich weiß, ich habe gerade geschrieben, ich bin Sportmuffel, aber Yoga zähle ich für mich nicht unbedingt zum Sport. Das läuft für mich eher unter dem Kapitel "Achtsamkeit", weil ich mich für das sogenannte Marma Yoga entschieden habe.

Das ist eine Form von Yoga, die sehr viel darauf eingeht, wie man sich fühlt, welche Signale der Körper sendet, wenn man bestimmte Übungen ausführt. Es geht auch nicht darum, möglichst beweglich zu sein, sondern die Asanas im eigenen Tempo möglichst genau zu machen. Aus diesem Grund fragt unsere Lehrerin auch am Beginn jeder Stunde, was wir mitbringen (sei es Stress, Müdigkeit, körperliche Beschwerden etc.), und stimmt den Inhalt der Stunde dann darauf ab.