26. Februar 2017

Mein SuB kommt zu Wort / 26.02.2017

Lange ist es her, dass ich meinen SuB das letzte Mal zu Wort kommen habe lassen ... Aber zwischendurch hatte er gar sehr zu leiden, da war er im Grund fast nicht mehr existent, mein SuB. Eigentlich ist die Aktion ja am 20. eines Monats bei Annas Bücherstapel fällig, aber ich hab den Termin mehr oder weniger übersehen *Asche auf mein Haupt*. Aber gut, genug der Wort, ich übergebe an den SuB.

1. Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)

Andere Leseratten würden mich wahrscheinlich nur noch als SüBchen bezeichnen, so klein bin ich ... Meine genaue Größe kenne ich im Moment nicht einmal, weil Ascari zu faul ist, alle Bücher zu erfassen, die im Moment den Weg zu mir finden. Vermutlich bewege ich mich daher derzeit bei etwa 20 Büchern ...

Aber mittlerweile bin ich bescheiden geworden, ich bin froh, wenn ich überhaupt noch existieren darf. Ascari ist ja auch sooooo gemein zu mir, mich da vor Weihnachten fast auf Null zu reduzieren - ich dachte, mein Herz bleibt stehen!

Aber Gott sei Dank gibt es Weihnachten, ich liebe es. Da werde ich so richtig aufgekratzt, weil ich genau weiß, dass ich wieder wachse - und so schnell ist Ascari dann wieder nicht beim Weglesen, weil sie auch noch ständig zur Bücherei rennt ... Ja, ja, soll sie nur 😈.

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Meine letzten drei Neuzugänge habe ich unter anderem einer Aktion zu verdanken, die von unseren örtlichen Büchereien organisiert wurde: Buch in der Bim. Jeder Besucher durfte sich ein Buch aus der Straßenbahn mitnehmen - und natürlich hat Ascari etwas für mich gefunden :). Morton Rhue dürfte wohl den meisten durch sein Buch "Die Welle" bekannt sein, er hat aber auch andere Themen aufgegriffen, die Jugendliche beschäftigen. "Fame Junkies" kannte Ascari zwar noch nicht, es hörte sich aber interessant an.


"Tötet uns alle" ist wieder einmal ein Geschenk gewesen und "Der Kuss der Lüge" hat Ascari als Rezi-Ex bei Netgalley angefordert. Das sind die letzten drei Bücher, über zwei weitere Neuzugäng darf ich mich hoffentlich nächste Woche freuen 👍.

3.Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Das letzte Buch, das mich verlassen hat, ist "Cruelty" von Scott Bergstrom als Hörbuch, das ich aber nur kurz mein Eigen nennen durfte, da Ascari nach "Trinity" etwas gebraucht hat, mit dem sie ihre Aggressionen kompensieren konnte.

Aggressionsbewältung durch Lesen - das war auch mir neu, aber das unterstütze ich natürlich gerne 😄. Im Moment ist sie sich, glaube ich, noch unschlüssig, ob sie es rezensieren soll oder nicht, aber geholfen hat es jedenfalls. Das habe ich mitbekommen ...

4. Liebe SuB, heute richtet sich die Frage an deine Eitelkeit: Besitzt du ganz besonders hübsche Bücher in deinen Weiten oder gar Raritäten mit Sammlerwert? 

Eitel? Ich?? Wie kommt Anna denn auf die Idee ... Echte Sammlerstücke befinden sich derzeit zwar nicht bei mir, aber ein paar hübsche Cover haben sich da schon gefunden. "Empire of Storms" zum Beispiel gefällt mir richtig gut. Oder "Mirror" von Karl Olsberg. Oder "Dark Heroine" von Abigail Gibbs ... Ich glaube, die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen.

22. Februar 2017

Welche Bücher ich (meistens) meide

Die meisten von uns haben ihre Lieblingsgenres, ganz klar. Logischerweise sprechen und schreiben wir deswegen auch sehr, sehr gern über sie. Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, das Ganze einmal von der anderen Seite her zu beleuchten - sprich: über die Genres zu schreiben, die sich bei mir nie oder nur ganz selten finden ...


Denn seien wir einmal ehrlich: Auch wenn ich gerne betone, dass ich eine Querbeet-Leserin bin, gibt es doch auch Bücher, die ich nie und nimmer in die Hand nehmen werde, weil sie mir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht liegen. Da können sie gehypt werden bis zum Umfallen, ich werde sie trotzdem nicht lesen.

Horror-Romane


Ganz oben auf dieser Liste steht das Horror-Genre. In der Hinsicht war ich meistens konsequent, weil ich auch Horror-Filme immer gemieden habe ... Mein Unterbewusstsein sorgt in meinen Albträumen schon so für genügend Horror, da braucht es diesen Input nicht noch extra. Und ja, da lebt das Sensibelchen in mir auf und in Kombination mit der Eigenschaft, die Geschichten der Protagonisten quasi mitzuerleben, leide ich ziemlich mit.

Wobei ich fairerweise einräumen muss, dass es nicht immer ganz leicht ist einzustufen, was ich als Horror empfinde und was nicht. Viele Mystery- oder Gruselgeschichten haben Horror-Elemente - damit kann ich aber meist gut leben. Genauso auch Thriller. Es ist also nicht immer ganz eindeutig, was ich für mich persönlich schon als zu viel empfinde und was nicht.

Manche Autoren haben sich aus diesem Grund noch nicht sehr oft zu mir verirrt, wie beispielsweise Stephen King. Obwohl viele seiner Romane mittlerweile als Klassiker gelten und ich einige Fans kenne, meide ich seine Bücher großteils - ich habe nur "Die Arena" (wegen der TV-Serie "The Dome") und "Dead Zone" (auch wegen der gleichnamigen TV-Serie) von ihm gelesen. Da konnte ich mir relativ sicher sein, was mich erwarten und dass ich das packen würde :).

Blutige Thriller


Das Sensibelchen hat irgendwann auch einmal eine Grenze aus den gleichen Gründen bei den Thrillern gezogen. Bestimmte Autoren gehen mir persönlich einfach zu viel ins Detail, was die Beschreibung von Folterungen, Verstümmelungen und anderen grausigen Dingen angeht. Natürlich geht es nicht ohne Blut, Mord und Totschlag, aber ich mag es nicht, wenn sich der Autor in dem verliert, was jemandem angetan wurde. Ich stelle mir das meist viel zu plastisch vor, daher lese ich solche Bücher nicht mehr sehr oft oder überblättere entsprechende Stellen dann auch.

Was ich auf jeden Fall beobachtet habe, ist, dass die blutigen Thriller seit etwa zehn Jahren am Vormarsch sind. Ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde, aber ich habe das Gefühl, dass es früher nicht so viele Geschichten aus diesem Bereich gegeben hat ... Stumpfen wir in dieser Hinsicht immer mehr ab, dass es notwendig wird, die Brutalitäten immer mehr zu steigern, um eine emotionale Reaktion zu provozieren?

Wie auch immer: Für mich sind gute Thriller solche, die die Angst im Kopf entstehen lassen. Die auf bestimmte Dinge verzichten, sie nicht beschreiben und den Rest der Phantasie überlassen. Das Kopfkino ganz bewusst aktivieren mit der Frage, was passiert sein könnte. Ein gutes Beispiel für diese Art Thriller ist meiner Meinung nach Andreas Gruber, der sehr gekonnt mit diesem Nicht-Wissen spielt (und natürlich seinem "Grumpy Cat"-Ermittler Maarten S. Sneijder 😄).

Reine Liebesromane


Ach ja, die Liebe. Gibt es eigentlich Statistiken oder Aufzeichnungen, wie viele Bücher es gibt, in die mal mehr, mal weniger eine Liebesgeschichte eingeflochten wurde? Das wäre ja mal interessant, wie hoch der Anteil im Bereich Belletristik wirklich ist. Und dann müsste man noch einmal auswerten, wie hoch der Anteil mit Happy-Ends ist ... Wenn ich raten sollte, liegt er bestimmt bei 90 Prozent. Was auch irgendwie nachvollziehbar ist, denn wenn wir uns in andere Welten träumen wollen, wollen wir ja nicht erleben, dass es schlecht ausgeht.

Darin liegt meiner Meinung nach aber auch genau das Problem. Reine Liebesromane sind in den meisten Fällen vorhersehbar, wenn man an das Ende denkt. Daher muss schon der Weg zur großen Liebe irgendwie spannend verpackt sein, ansonsten greife ich nicht zu Liebesgeschichten. Es passiert zwar schon immer wieder mal, dass Bücher aus diesem Bereich bei mir landen, aber es geschieht selten. Wenn Liebe, muss sie bei mir mit irgendetwas verknüpft sein, einer Art Abenteuer, die die Figuren - und damit auch mich - auf Trab hält und in deren Verlauf sich die Protagonisten verlieben.

Was mich persönlich auch eher abstößt, ist das Gefühl, wenn der Autor absichtlich auf die Tränendrüse drückt. Wenn es für mich einfach zu gewollt ist, dass die Figuren Schicksalsschläge erlebt haben und diese nun überwinden müssen, um glücklich zu werden. Gerade im Jugendbuch-Bereich ist das ja im Moment sehr beliebt, wirkt auf mich aber häufig einfach nur noch übertrieben. Die Wirklichkeit sieht wahrscheinlich im Vergleich eher langweilig aus, ist aber natürlich nicht so gut geeignet, um mit den Figuren mitzuleiden.

"Literarische" Romane


Okay, ich gebe es zu, was meinen Lesegeschmack angeht, bin ich relativ einfach gestrickt. Ich lese, um mich unterhalten zu lassen - meistens. Ich möchte Geschichten, die es mir erlauben, abzuschalten, mich zu entspannen und ein paar Stunden gefühlt in die Haut der Protagonisten zu schlüpfen. Sie auf ihrem Abenteuer ein Stück zu begleiten, ihnen dabei über die Schulter zu schauen. Was ich aber nicht mag, sind Bücher, die ich nicht verstehe. Die mich ratlos zurücklassen, wo ich das Gefühl habe, dass ich nicht verstanden habe, was sie mir sagen wollten.

Viele dieser Bücher sind in dem Bereich zu finden, der von der Literatur-Szene als Kunst bejubelt wird. Wahrscheinlich kommt hier wahrscheinlich genau derselbe Ansatz zum Tragen, der mich auch an modernen Gemälden, Skulpturen und anderen Kunstwerken verzweifeln lässt: Ich verstehe sie nicht. Verstehe nicht, was an dem Buch oder Bild oder was auch immer Kunst sein soll. Im Museum ist das aber einfacher, da bin ich im Vergleich nicht so lange damit beschäftigt wie mit einem Buch.

Es ist nicht so, dass ich "literarischen" Büchern keine Chance geben will - ganz im Gegenteil. Ich nehme immer wieder mal Anläufe, in neue Genres hineinzuschnuppern und gewohnte Lesebahnen zu verlassen, aber viele Bücher machen es mir schwer. Weil ich keinen Zugang zu ihnen finde und dann erst wieder mit Querlesen und Überblättern anfange auf der Suche nach etwas, was ich verständlich und nachvollziehbar finde.



So, das wäre er mal, mein Versuch, ein wenig zu dokumentieren, welche Bücher und Genres sich eher selten oder gar nicht zu mir verirren. Wie sieht es bei euch aus, welche Geschichten sagen euch nicht so zu?

18. Februar 2017

Rezension Tibor Rode - The Message

"be" ist ein neues Label aus dem Hause Bastei für E-Books aus verschiedenen Genres. Auf eines davon aus der Thriller-Reihe wurde ich erst vor kurzem aufmerksam: "The Message" von Tibor Rode, der sich auch durch Bücher wie "Das Mona-Lisa-Virus" oder "Das Los" einen Namen gemacht hat.

Zum Inhalt:


"The Message" erzählt die Geschichte einer Gruppe von Studierenden, die sich in einer Chatgruppe über ihr Anthropologie-Seminar mit ihrem Professor austauschen wollen. Kathy erhält einen mysteriösen Kettenbrief, den sie in die Gruppe postet - kurz darauf ist sie tot. Während die übrigen noch versuchen, ihrer Trauer Herr zu werden, hackt sich jemand Unbekanntes in die Gruppe und beginnt, weitere mysteriöse Nachrichten und Drohungenzu schreiben ...

Meine Meinung:


Die Thriller-Elemente, die Tibor Rode in diese Geschichte verarbeitet, sind nicht gerade neu. Auch wenn ich kein Fan von Horror-Geschichten bin, fallen sogar mir die Ähnlichkeiten zu Filmen wie "The Ring" oder "In drei Tagen bist du tot" auf. Trotzdem hat mich die ungewöhnliche Art, wie das Buch geschrieben ist, die ersten Kapitel sehr, sehr rasch lesen lassen ... Denn die Geschichte wird ausschließlich in Textnachrichten erzählt, die die Studierenden und ihr Professor in ihre Chatgruppe schreiben.


Die Formatierung des Textes empfand ich persönlich vor allem in der Kindle-App als etwas gewöhnungsbedürftig, aber das tut dem Lesespaß letztendlich keinen Abbruch. Ich möchte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen, weil ich den Fall noch nie hatte, dass der Text am Reader und am Tablet so unterschiedlich aussah ... Aber zurück zum Thema :).

Bedingt durch die Erzählweise erfährt der Leser viele Dinge nur indirekt, einzelne Situationen, in die die verschiedenen Figuren geraten, werden entweder nur nacherzählt oder nur angerissen. Aus demselben Grund erfährt man auch nicht viel über die einzelnen Figuren, da die Dialoge hauptsächlich die Nachrichten und die Reaktionen darauf beinhalten. Einzelne Figuren erhalten ein wenig Tiefe, wenn die Frage auftaucht, wo die Angehörigen leben - aber mehr darf man sich nicht erwarten.

Die Spannung entsteht hauptsächlich aus dem, was man nicht erfährt. Das, was man sich vorstellt, was passiert sein könnte, wenn beispielsweise auf einmal keine Nachricht von einer bestimmten Person mehr im Chat auftaucht, wenn man kurz vorher noch gelesen hat, dass sie Angst hat (Ins Detail will ich jetzt absichtlich nicht gehen, weil Spoilergefahr). Da fängt man unweigerlich an, sich Fragen zu stellen - und die Neugier wächst, ob man Antworten bekommt. Hat die Geschichte wirklich einen übersinnlichen Hintergrund? Wer wird als nächstes sterben? Auf diese Weise entwickelt die Geschichte einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Abstriche muss ich allerdings beim Ende machen. Das kam für meinen Geschmack nämlich ein bisschen zu abrupt. Die Dialogform lässt hier den Leser mehr oder weniger ohne zufriedenstellende Antworten im Regen stehen ... Von einem Cliffhanger im klassischen Sinn würde ich aber nicht sprechen. Es ist eher so, dass sehr viel offenbleibt, was man in einer Fortsetzung aufgreifen könnte.

Mein Fazit:


"The Message" ist ein Thriller, der seine Spannung hauptsächlich aus dem zieht, was nicht erzählt wird. Wer sich auf die ungewöhnliche Erzählweise einlassen kann, wird mit einer Geschichte belohnt, die man nur schwer aus der Hand legen kann. Lediglich das Ende führte bei mir zu einem Abzug bei der Bewertung.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 140 Seiten
  • beTHRILLED by Bastei Entertainment
  • 978-3732532902

15. Februar 2017

Leselaunen / 15.02.2017

Eigentlich wollte ich euch heute mit einem anderen Beitrag "beglücken", ich gestehe. Aber es gibt auch so Zeiten, da bleibt man tatsächlich stecken. Da fehlt einfach die Lust, einen angefangenen Text fertigzustellen ... Daher habe ich mich kurzfristig für eine neue Ausgabe der Leselaunen entschieden, der kleinen, feinen Aktion, die mittlerweile bei Lara von Bücherfantasien ihr Zuhause hat.


Und genauso verpeilt, wie ich beim Bloggen bin, bin ich im Moment auch wieder beim Lesen - das kann man nicht anders sagen! Auf meinem Nachttisch liegt ein Bücherei-Buch, mit dem ich eigentlich schon recht weit gekommen bin und trotzdem hab ich gestern Abend spontan in ein neues Buch reingelesen und gleich mal drei Kapitel "erledigt".

Aktuelles Buch?

Auf "The Message" von Tibor Rode wurde ich durch eine Rezension von Kitsune aufmerksam. Gleichzeitig erreichte mich eine Nachricht, dass es die E-Books aus dem neuen "be"-Imprint von Bastei nun auch auf Netgalley gibt :). Gestern ist die Bestätigung nun gekommen und ich hab mir das E-Book gleich mal aufs Tablet geladen ...

Klappentext:
Kathy findet in ihrem Posteingang eine Kettenmail. Eine Todesdrohung. Die Studentin hält die Nachricht für einen üblen Scherz und postet sie im Gruppen-Chat ihres Anthropologie-Seminars. Es ist ihr letztes Lebenszeichen. Am nächsten Morgen wird Kathys Leiche in einem Moor gefunden. Noch während ihre Freunde rätseln, wer sie ermordet haben könnte, hackt sich ein unbekannter User in den Gruppen-Chat der Studenten ein. Und plötzlich lautet die Frage: Wer stirbt als nächstes? Du wurdest zur Gruppe "Charlie's Eight" hinzugefügt ... Besser, es wäre nie passiert!

Kennt ihr zufälligerweise Daniel Glattauers "Gut gegen Nordwind"? Den Roman, der eigentlich nur aus den Mails zwischen den beiden Protagonisten bestand und der damit die Geschichte eher indirekt erzählt? Tibor Rode bedient sich in "The Message" des gleichen Erzählstils, allerdings in etwas modernerer Form mit WhatsApp-Nachrichten in einer Gruppe.

Wenn ihr einen Blick darauf werfen möchtet, wie das beispielsweise fürs erste Kapitel aussieht, schaut euch das Video an:



Momentane Lesestimmung?

Obwohl der Februar eigentlich sehr gut angefangen hat, bin ich in den letzten Tagen etwas ins Stocken geraten. Vergangenes Wochenende war mein Fokus absolut nicht aufs Lesen ausgerichtet und auch unter der Woche hatte ich am Abend bis gestern nicht so recht Lust ...

Es hängt wohl damit zusammen, dass ich mir wieder einmal zu viel zugemutet habe. Zwei Rezi-Ex und zwei Bücherei-Bücher wollen bis Monatsende noch gelesen werden. Und bei meiner frei verfügbaren Zeit wird das schon wieder recht knapp. Werde wohl wieder hin und her schieben müssen, nach dem Motto, was kann warten und was nicht *seufz*.

Zitat der Woche?

Das Zitat stammt aus "The Message" bzw. aus der Nachricht, die Kathy gleich am Anfang in die Gruppe postet:

"Mein Name ist Isrun. Und ihr habt mich berührt."
- 2%

Wer Isrun ist, weiß man zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich nicht, wird aber aufmerksam, als der Name das erste Mal in Verbindung mit einer Nachricht im Chat auftaucht.

Und sonst so?

Die letzten Tage war der Nebel (wieder einmal) ein sehr hartnäckiger Begleiter, aber gestern hat zum ersten Mal die Sonne wieder durchgeblinzelt. Und wenn man dem Wetterbericht trauen darf, erwarten uns die ersten echten Frühlingstage! Im Hinterhof des Hauses, wo ich wohne, hab ich zumindest schon die ersten Triebe der Schneeglöckchen entdeckt, es kann also nicht mehr lange dauern :).

10. Februar 2017

Coververgleich "Holmes und ich"

Bei meinem ersten Coververgleich im neuen Jahr möchte ich euch das Buch "Holmes und ich - Die Morde von Sherringford" von Brittany Cavallaro zeigen. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Reihe und ist im Februar 2016 erschienen.

Warum geht es? "Holmes und ich" ist ein sogenannter Sherlock Holmes Pastiche, also ein Buch, in dem es um die bekannten Figuren von Sir Arthur Conan Doyle geht, das aber nicht von Doyle geschrieben wurde.

Klappentext:
Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:
1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.
3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.
Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.

Der Klappentext verrät es schon: In diesem Fall ist Sherlock weiblich und geht zusammen mit Watson noch zur Schule. Eine interessante Idee und ich bin gespannt, was die Autorin in den Folgebänden daraus machen wird.

(Deutsch) (Englisch)

Das deutsche Cover ist eigentlich nur in drei Farben gehalten: schwarz, weiß und pink. Charlotte und Jamie zieren als gezeichnete Figuren die Vorderseite des Buchs (was ich ziemlich cool finde, es macht das Buch richtig schön auffällig), allerdings gefällt mir der pinkfarbene Schriftzug nicht so besonders ...

Das englische Motiv dagegen ist etwas farbenfroher, hat aber ebenfalls einen dunklen Hintergrund. Die Farben treffen nicht so meinen Geschmack, jedoch finde ich den englischen Titel wesentlich stilvoller als den deutschen, denn der spielt sehr gekonnt mit dem Titel des ersten Doyle'schen Sherlock-Holmes-Romans "Eine Studie in Scharlachrot" bzw. "A Study in Scarlet" (Sprecht das mal aus: Charlotte und Scarlet klingt im Englischen fast gleich!).

(Französisch)(Japanisch #1)(Japanisch #2)

Auf Goodreads habe ich auch noch eine französische Ausgabe gefunden, die bis auf den Titel der englischen ähnelt und eine japanische Version, die offensichtlich in zwei Teile geteilt wurde und die Geschichte als Manga erzählt (Darauf lässt zumindest die Angabe "Illustrator" bei Goodreads schließen). Auch wenn mittlerweile meine Leidenschaft für Mangas eher abgekühlt ist, finde ich die Idee klasse. Schade, dass ich kein Japanisch lesen kann, sonst ... 😅

Wenn ich die Cover bewerten müsste, hätte ich dieses Mal Probleme. Das deutsche Cover würde wohl knapp den Sieg davontragen, wenn das Pink nicht wäre. Kann man das nicht einfach mischen? Englisch und deutsch zusammen? Da würde wahrscheinlich eine richtig geiles Motiv entstehen ...

Wie sieht's bei euch aus? Was gefällt euch am besten? Was am schlechtesten?

6. Februar 2017

Der Leseratz nagt an: Trinity "Verzehrende Leidenschaft"

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Schon "Calendar Girl" aus der Feder derselben Autorin war für mich nicht gerade ein Highlight. Es passiert aber auch mir äußerst selten, dass ich keine Erwartungen habe - und die Wirklichkeit noch schlimmer ist ...


Jetzt im Nachhinein weiß ich eigentlich auch nicht mehr so genau, was mich geritten hat, dieses Buch für eine Leserunde vorzuschlagen. Es kann eigentlich nur unser Gespräch zu Erotik-Büchern gewesen und der Gedanke, vielleicht kann die Autorin auch anders ... Ob ich es beendet hätte, wenn es nicht ein Rezi-Ex gewesen wäre? Ich weiß es nicht. Aber kommen wir zum Buch, das ich anfangs als E-Book, am Ende dank unserer Bücherei als Print gelesen habe :).



Das Buch


Autorin: Audrey Carlan
Titel: Trinity "Verzehrende Leidenschaft"

Klappentext:
Ich liebe dich. Ich will dich. Ich werde dich nie verlassen. Beim Gedanken an diese Worte bekommt Gillian Callahan Panik. Jahrelang wurde sie von ihrem gewalttätigen Ex-Freund misshandelt. Jetzt ist sie frei und arbeitet für Safe Haven, die Hilfsorganisation, der sie ihre Rettung verdankt. Das Thema Männer hat sie abgehakt. Bis sie bei einer Konferenz den Vorsitzenden von Safe Haven, Chase Davis, kennenlernt. Der attraktive Milliardär ist so sexy, dass Gillian schwindelig wird. Außerdem bekommt er immer, was er will – und er will Gillian. In ihr kämpfen Lust und Angst gegeneinander. Wird sie Chase vertrauen können? Ist sie bei ihm wirklich sicher? Und wie gefährlich ist ihre dunkle Vergangenheit?

Die "Trinity"-Reihe ist ursprünglich eigentlich eine Trilogie gewesen, aber wie es in dem Genre anscheinend immer üblicher wird, erscheinen dieses Jahr noch zwei (wer weiß das schon so genau) weitere Bände, die das Schicksal von Gillians Freundinnen beleuchten werden.



An dieser Stelle folgt meine übliche Spoiler-Warnung (Lesen auf eigene Gefahr!), wer das Buch selbst noch lesen möchte, sollte vielleicht an dieser Stelle lieber aufhören.



Eines noch vorab


Da wir dieses Buch in einer größeren Runde gelesen haben, haben wir uns auch rege auf Twitter darüber ausgetauscht. Mit den Hashtags #bbfliest bzw. #trinity sollte eigentlich das meiste zu finden sein, was uns beim Lesen aufgefallen ist. Wer mag, kann aber auch bei Storify nachlesen, was wir in den letzten Tagen so geschrieben haben - ich habe versucht, ein Best of zusammenzustellen :). Weitere Rezensionen zum Buch findet ihr bei Crumb, Kasin, Kitsune, Laberladen, Jürgen und AberRush.

1. Februar 2017

Tops & Flops / 01.2017

Im Vergleich zum Dezember war ich im Jänner deutlich fleißiger beim Lesen, daher kann ich euch heute auch mit gutem Gewissen wieder meine monatlichen Tops & Flops präsentieren :).


Sowohl bei den Büchern als auch bei den Hörbüchern darf ich mir wohl selbst ein bisschen auf die Schulter klopfen. Aber gut, ich hatte Anfang des Jahres auch noch eine Woche frei und daher Zeit, meine Nase in verschiedene Bücher zu stecken.

Ohne es zu wollen, hat sich der Monat außerdem in Richtung Klassiker entwickelt. Bis auf einige wenige Ausnahmen habe ich mich entweder mit Sir Arthur Conan Doyles oder Agatha Christies Werken beschäftigt.

Top des Monats: Gelesenes

Obwohl ich auch ein, zwei andere Bücher für den Top-Titel im Auge hatte, waren meine Bewertungen hier sehr eindeutig: Der Platz am Treppchen geht an "Und dann gab's keines mehr" von Agatha Christie.


Das Buch ist nicht dick, hat nur knapp über 200 Seiten. Aber die Grande Dame der Krimiautorinnen beweist wieder einmal eindrucksvoll, dass es keine ausschweifenden Beschreibungen braucht, um eine wirklich spannende und fesselnde Geschichte zu schreiben! Lest es, wenn ihr es noch nicht kennt, und ihr werdet verstehen, was ich meine :).

Top des Monats: Gehörtes

Hier habe ich wirklich überlegen müssen. Arthur oder Agatha? Am Ende ist es aber trotzdem noch einmal Agatha geworden ... Durch die Verfilmung ist "Mord im Orientexpress" ja eines ihrer bekanntesten Bücher. Trotzdem muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich die meisten Bücher zu den Filmen nie gelesen habe. Aber gut, was nicht ist, kann ja noch werden.


Es gibt übrigens auch eine gekürzte Lesung, schaut also ganz genau, welche ihr nehmt, wenn ihr die Geschichte hören wollt! Friedhelm Ptok als Sprecher war bis jetzt für mich ein Unbekannter, hat mir aber gut gefallen.

Flop des Monats

Am einfachsten habe ich mich dieses Mal mit dem Flop des Monats getan. Ich habe zwar noch keine Rezension geschrieben und damit auch noch keine Bewertung abgegeben, aber wer auf Twitter ist, ist herzlich eingeladen, dort nach #bbfliest #trinity zu suchen - und dann könnt ihr sicher verstehen, warum :).


Jetzt im Nachhinein weiß ich tatsächlich nicht mehr, was mich geritten hat, einigen lieben Bücherfreunden dieses Buch für eine Leserunde vorzuschlagen. Leute, es tut mir wirklich leid. Gut, ein Teil von mir hat geahnt, was auf mich zukommen würde, aber im Vergleich ist "Calendar Girl" lieb und nett - und hat vor allem nicht soooo extrem unsympathische Charaktere!

Um hier eine Amazon-Rezension zu einem anderen Buch derselben Autorin zu zitieren: "Der Augenrollnerv sprang hier öfters an und wollte dann einfach nicht wieder gehen." - der Satz trifft so ziemlich den Nagel auf den Kopf, wie es mir beim Lesen erging ...

30. Januar 2017

Montagsfrage / 30.01.2017

Meine erste Montagsfrage im neuen Jahr ... Aber ihr wisst ja, ich bin halt doch eher ein unregelmäßiger Teilnehmer an Aktion :D ...


Hast du bestimmte Bücher aus deiner Kindheit, die schöne Erinnerungen hervorrufen?

Eigentlich sollte ich diese Frage mit einer Gegenfrage beantworten: Wer hat die nicht? Ich kenne jedenfalls niemanden, der sich nicht an das eine oder andere Buch erinnert, das er als Kind gelesen hat. Im Nachhinein neigen wir zwar ein wenig dazu, diese Erinnerungen zu verklären, weil damals die Abenteuer ja noch echte Abenteuer waren, dass wir sie am liebsten in die echte Welt übertragen hätten :) ...

Meine Lieblingsautorin aus Kindheitstagen ist Enid Blyton. Angefangen hat es mit den Hörspielen der "Fünf Freunde", die mich ab und zu auch heute noch begeistern können (Schaut mal auf Youtube ;)). Ich erinnere mich aber auch, dass ich einen Sammelband von "Hanni und Nanni" hatte, einige ihrer "Abenteuer"-Bücher gelesen habe und auch von "Die schwarze Sieben" hatte ich fünf oder sechs Bücher (so genau weiß ich das dann doch nicht mehr).

Ebenfalls geliebt habe ich TKKG von Stefan Wolf und "Die ???". Kam natürlich ebenfalls durch die Hörspiele, aber ich erinnere mich noch ganz genau, dass ich mir die immer mit Leidenschaft aus unserer Stadtbücherei ausgeliehen habe ... "Die ???" fand ich auch durch die Kommentare von Alfred Hitchcock immer ganz toll - die haben so schön animiert zum Mitraten.

Ich erinnere mich auch noch an Auguste Lechner und ihre Sagen- und Märchen-Romane. Ich hatte da wohl eine ausgewachsene Leidenschaft für diese Art von Geschichten entwickelt und habe wirklich alles gelesen, was die Bücherei in diesem Bereich da hatte. Griechisch, Römisch, Deutsch, Indianisch, egal was, ich war da nicht wählerisch. Wobei ich oft die exotischen Sagen noch spannender fand als unsere eigenen, weil sie so fremdartig waren.

Mein absolutes Lieblingsbuch aus dieser Zeit ist aber wohl "Das kleine Ich bin ich" von Mira Lobe. Da werde ich nie müde, darüber zu reden und es zu empfehlen ...

Klappentext:
Auf der bunten Blumenwiese geht ein kleines Tier spazieren. Es fühlt sich mit vielen anderen Tieren verwandt – obwohl es keinem ganz gleicht. 
 Es ist kein Pferd, keine Kuh, kein Vogel, kein Nilpferd – und langsam beginnt es an sich zu zweifeln. Aber dann erkennt das kleine Tier: Ich bin nicht irgendwer, ich bin ich. 

Wie sieht's bei euch aus? Welche Bücher aus der Kindheit haben sich nachhaltig in euer Gedächtnis eingegraben?

25. Januar 2017

Leselaunen / 25.01.2017

Die Aktion "Leselaunen" ist mir schon ein Begriff, seit sie das erste Mal auf dem Blog von Novembertochter aufgetaucht ist ... Mittlerweile ist sie jetzt bei Lara von Bücherfantasien zuhause. Wieder aufmerksam wurde ich außerdem durch Crumb & Kasin, die sich regelmäßig daran beteiligen.


Trotzdem hat es bisher nie so richtig gepasst, ebenfalls einen Beitrag für diese Aktion zu schreiben. Aber wie heißt es so schön: Neues Jahr, neues Glück. Ich verschwitze zwar permanent die Wochentage dafür und habe auch nicht immer ein Buch zum Vorstellen, aber egal :).

Aktuelles Buch?

Ohne es zu wollen, steht dieser Monat irgendwie unter dem Motto "Krimi" bzw. "Krimi-Klassiker". Daher habe ich mir gedacht, greife ich quasi als letztes Buch in diesem Monat zu einem weiteren Weihnachtsgeschenk und zwar zu einem Sachbuch, das den "Werdegang" von Sherlock Holmes seit seiner Entstehung beleuchtet.

Klappentext:
Auch mehr als 125 Jahre nach seinem ersten Fall erfindet sich Sherlock Holmes immer wieder neu: Benedict Cumberbatch interpretiert den genialen Meisterdetektiv moderner und persönlicher denn je, Regisseur Guy Ritchie inszeniert ihn als humorvoll-amüsanten Gentleman und Herr-der-Ringe-Star Ian McKellen wagt sich an eine Version des pensionierten Holmes.

Aber woher rührt der weltweite Mega-Erfolg des unkonventionellen Privatermittlers? Was fesselt Generationen von Lesern, Hörern und Zuschauern an den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle? Und wer ist das reale Vorbild für die vielleicht größte literarische Figur aller Zeiten? Der schwedische Sherlock-Holmes-Experte Mattias Boström begibt sich in diesem aufwändig recherchierten Buch auf Spurensuche, um das Erfolgsgeheimnis des Mannes aufzudecken.

Momentane Lesestimmung?

Obwohl der Monat eher durchwachsen angefangen hat, läuft es gut im Moment. Boström schreibt gut lesbar und humorvoll (Mit Sachbüchern habe ich da ja oft meine Probleme) und das erste Drittel hat sich flott lesen lassen. Aktuell bin ich etwa in der Zeit um 1920 angekommen, die Entwicklung ist nämlich in chronologische Abschnitte gegliegert.

Was ich dabei ganz erstaunlich finde, ist, wie sehr sich die Hypes um Harry Potter und Sherlock Holmes ähneln. Beide Autoren wollten ihre Helden in Pension schicken (Doyle hat Holmes ja sogar sterben lassen) und in beiden Fällen hat sich die Begeisterung für die Figur quasi verselbständigt. Wobei Doyle schon zu Lebzeiten mit jeder Menge Plagiate und Kopien kämpfen musste, ein länderübergreifendes Urheberrecht gab es nämlich zu seiner Zeit noch nicht ...

Zitat der Woche?

Passend zum Thema ein Ausschnitt aus "Von Mr. Holmes zu Sherlock" von Mattias Boström:

"Eigentlich sollte Sherlock Holmes ja tot sein.[...] Doch darauf hatte der Autor längst keinen Einfluss mehr. Sherlock Holmes war nicht einfach nur eine literarische Figur [...] - er war längst allgegenwärtig geworden."
- S. 135

Wenn das keine Ähnlichkeit zu Harry Potter hat, dann weiß ich auch nicht :).

Und sonst so?

Langsam darf die Kälte mal zu einem Ende kommen, finde ich. Wenigstens tagsüber wären Plusgrade schon ganz schön und dann würde mich die Straßenbahn mit ihrem Gequietsche in den Kurven nicht so unsanft aus dem Bett werfen (Fragt mich nicht warum, aber aus irgendeinem Grund ist das Quietschen lauter, wenn es kälter ist).

20. Januar 2017

Literaturplausch - die Winter Ausgabe #2

Irgendwie verfliegt die Zeit im Moment nur so ...Meinen letzten winterlichen Plausch habe ich bereits vor über vier Wochen geschrieben, könnt ihr euch das vorstellen? Damals hatte der Winter noch nicht mal richtig angefangen, jetzt haben wir schon mehr als die Hälfte der Frostzeit hinter uns.


Im Vergleich zum Dezember läuft es lesetechnisch auch besser, daher kann ich euch heute mit gutem Gewissen zeigen, was sich in letzter Zeit so auf meinen Nachttisch bzw. meinen E-Book-Reader "verirrt" hat. Da ich vor allem Anfang des Monats nicht so recht Lust hatte, Gedrucktes zu lesen, sondern lieber zu hören, nimmt dieses Mal ausnahmsweise einmal die Rubrik "Gehörtes" den größten Anteil ein :).

#read


Das erste Buch, das ich im neuen Jahr beendet habe, war der zweite Band von Elias & Laia, den ich bereits bei meinem letzten Literaturplausch vorgestellt habe. Was - denke ich - nicht mal unbedingt am Buch liegt, dass meine Lust auf Fantasy derzeit so wenig ausgeprägt ist ... Jetzt dürfte wohl wieder die Zeit gekommen sein, wo ich mich lieber auf andere Stoffe konzentrieren sollte.

Daher habe ich einen Klassiker aus der Krimi-Literatur spontan beim letzten Buchkauf mitgenommen:

Agatha Christie - Und dann gab's keines mehr

Klappentext:
Zehn Männer und Frauen aus ganz unterschiedlichen Kreisen bekommen eine Einladung, die sie auf eine abgeschiedene Insel vor der Küste Devons lockt. Der Gastgeber, ein gewisser U. N. Owen, bleibt unsichtbar. Erst als die Gesellschaft beim Dinner zusammensitzt, ertönt seine Stimme aus einem alten Grammophon und verheißt Unheil. Ein Gast nach dem anderen kommt zu Tode, während die Verbleibenden verzweifelt versuchen, den Mörder zu enttarnen ...

Das Buch ist nicht besonders dick, gerade mal etwas über 200 Seiten, aber die Grande Dame der Krimi-Literatur versteht es trotzdem meisterlich, den Leser mitfiebern zu lassen. Nach und nach werden immer weniger Bewohner auf der Insel ... und das Ende weiß zu überraschen!

Habt ihr außerdem gewusst, dass dieses Buch sich mit dem Stempel "meistverkaufter Kriminalroman aller Zeiten" schmücken darf?

#reading


Von Audrey Carlan, der Autorin der kalendarischen Bumsbücher, ist der Auftakt einer neuen Reihe erschienen. Offensichtlich haben sich die bisherigen Bücher so gut verkauft, dass Ullstein sein Tempo beim Herausbringen ihrer Bücher beibehält ...

Klappentext:
Ich liebe dich. Ich will dich. Ich werde dich nie verlassen. Beim Gedanken an diese Worte bekommt Gillian Callahan Panik. Jahrelang wurde sie von ihrem gewalttätigen Ex-Freund misshandelt. Jetzt ist sie frei und arbeitet für Safe Haven, die Hilfsorganisation, der sie ihre Rettung verdankt. Das Thema Männer hat sie abgehakt. Bis sie bei einer Konferenz den Vorsitzenden von Safe Haven, Chase Davis, kennenlernt. Der attraktive Milliardär ist so sexy, dass Gillian schwindelig wird. Außerdem bekommt er immer, was er will – und er will Gillian. In ihr kämpfen Lust und Angst gegeneinander. Wird sie Chase vertrauen können? Ist sie bei ihm wirklich sicher? Und wie gefährlich ist ihre dunkle Vergangenheit?

Dank Verlosung bei Lovelybooks (über 500 Bewerbungen und ich habe tatsächlich ein E-Book gewonnen!!) und der Möglichkeit, das Buch bei Netgalley als Rezi-Ex zu erfragen, haben sich ein paar Blogger - unter anderem meine Wenigkeit - auf Lovelybooks zu einer Leserunde zu diesem Buch zusammengetan.

Wer mag, kann gerne zusätzlich einsteigen, ich stehe selbst erst am Anfang des Buches, habe aber schon bereits unter dem Hashtag #bbfliest bzw. #trinity meine ersten Kommentare dazu auf Twitter kundgetan ;) ...

#listened


Wie bereits erwähnt, habe ich im Jänner viel gehört. Mein Guthaben auf Audible habe ich dieses Mal geteilt und mir damit zwei Hörbücher geholt, darüber hinaus haben zwei Hörspiele ihren Weg zu mir gefunden. Auch hier haben wieder die Klassiker dominiert, denn ich habe mir unter anderem das Hörbuch von "Mord im Orientexpress" vorlesen lassen:

Agatha Christie - Mord im Orientexpress

Klappentext:
Eigentlich muss Hercule Poirot rasch mit dem Luxuszug von Istanbul nach London, doch bleibt der Orientexpress im Schnee stecken. Als einer der Passagiere erstochen wird, bleibt dem belgischen Meisterdetektiv nicht viel Zeit, den Mörder zu entlarven. Die kleinen grauen Zellen arbeiten auf Hochtouren, denn der Zug rollt bald wieder ...

Im Grunde kenne ich die Verfilmung dieser Geschichte in- und auswendig. Dem Sprecher muss ich es daher sehr hoch anrechnen, dass er mich trotzdem fesseln konnte. Friedhelm Ptok hat eine angenehme Stimme und es machte mir wirklich Freude, ihm beim Lesen zuzuhören.

Das Buch bzw. Hörbuch kann ich jedem Krimi-Fan empfehlen, der vom Tempo her mal einen Gang zurückschalten möchte und es liebt, die kleinen, grauen Zellen von Hercule Poirot in Aktion zu erleben!

Anthony Horowitz - Das Geheimnis des weißen Bandes (Hörspiel)

Klappentext:
Dr. Watson, Holmes' getreuer Begleiter und Chronist, hat diese ebenso spannende wie erschütternde Episode bis ins hohe Alter verschwiegen. Nicht ohne Grund, denn Sherlock Holmes selbst wurde dabei des Mordes angeklagt. Es beginnt an einem kalten Novembertag des Jahres 1890 in der Londoner Baker Street 221b. Ein elegant gekleideter Herr bittet den Detektiv um Hilfe. Er fühlt sich von einem Mann verfolgt, den er als einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Trotz seiner legendären Methoden kann Holmes zunächst keine eindeutige Spur finden. Nur ein weißes Band am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen scheint als Hinweis brauchbar, aber das Ausmaß der dahinterstehenden Verschwörung ahnt nicht einmal der Meisterdetektiv.

Mein zweites Highlight ist "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz, das von Bastian Pastewka als Hörspiel umgesetzt wurde. Im Vergleich sind mir Hörbücher zwar meistens lieber, aber ich mag auch gut gemachte Hörspiele - und Pastewka versteht sein Handwerk!

Das Hörspiel wurde vom WDR knapp vor Weihnachten in drei Teilen im Radio ausgestrahlt, war aber Anfang Jänner noch in der Mediathek abrufbar. Dies nur als Hinweis, denn das abgebildete Cover weist auf die Ausgabe mit 3 CDs hin, die erst im Februar käuflich zu erwerben sein wird.

Wem die Geschichte fremd vorkommt: Sie ist ein sogenannter Pastiche, also eine Geschichte, die im Stil der alten Romane geschrieben und von den Erben Doyles autorisiert ist.

#newin


Karl Olsberg - Mirror

Klappentext:
Dein Mirror kennt dich besser als du selbst. Er tut alles, um dich glücklich zu machen. Ob du willst oder nicht. Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen. Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen ...

Das Buch war eigentlich Teil meiner Wunschliste für Weihnachten, habe es aber nicht geschenkt bekommen. Daher habe ich mir nun selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht, weil ich solche IT-Geschichten immer wieder faszinierend finde ...

#sonstnoch


Ich habe mein ersten beiden "Auftragsarbeiten" für Lesezeichen hinter mir! Zwei sehr liebe Bekannte, Twitteratis und Buchblogger baten mich im Urlaub um ein Bändchen, denen ich diesen Wunsch natürlich gerne erfüllt habe. Der Grund dafür war ein Geschenk, das ich im Dezember in Form eines solchen Lesezeichens gestaltete:


Vorgaben für die neuen Lesezeichen bekam ich übrigens nur für die Farben. Muster und Länge konnte ich selbst aussuchen:


Aktuell arbeite ich nun an meinem dritten Lesezeichen in diesem Monat, für das ich mich für ein Muster mit Farbverlauf entschieden habe - aber das zeige ich erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es fertig ist ;).